© Verlag Friedrich Oetinger, Foto: Jaco Klamer
Geboren: Am 1. August 1942 in Amsterdam (Niederlande)
Wohnort: Er lebt mit seiner Familie in Driehuizen, einem Dorf in Nordholland.
Familie: Verheiratet ist Guus Kuijer mit Corrie van der Kolk. Das Ehepaar hat drei Kinder.
Schule und Beruf
Der kleine Guus interessierte sich mehr fürs Angeln und die Musik als fürs Lernen. Die Folge: Er blieb dreimal sitzen! Anschließend schickten seine Eltern ihn auf ein Internat, wo er – wie er sagte – die schlimmste Zeit seines Lebens verbrachte. Trotz der bösen Schulerfahrungen wurde er später Lehrer. Von 1967 bis 1973 unterrichtete er, dann gab er den Beruf auf und konzentrierte sich ganz aufs Schreiben.
Wie wird man Autor/in?
Zunächst richteten sich seine Bücher an erwachsene Leserinnen und Leser. Durch die Tochter von Freunden kam er auf die Idee, ein Kinderbuch zu schreiben. Es erschien 1975. Und die Hauptfigur ähnelte diesem Mädchen sehr.
Arbeitsweise
Guus Kuijer schreibt am liebsten am Morgen. Aber sonst hat er keinen festen Fahrplan für seine Arbeit.
Themen
In seinen Kinderbüchern geht es um die Wünsche, Gefühle und Rechte von Mädchen und Jungen.
Toleranz und gegenseitiges Verständnis sind ganz wichtige Themen für Guus Kuijer. Polleke zum Beispiel lebt in einer bunten und vielfältigen Welt und muss mit Menschen verschiedener Hautfarbe und
Religion auskommen. Andere Bücher erzählen von
Familie, Freundschaft und davon, wie man seine Angst verlieren kann.
Bücher
Berühmt wurde Guus Kuijer vor allem durch die fünf Bücher über das Mädchen Polleke: „Wir alle für immer zusammen“, 2001 – „Es gefällt mir auf der Welt“, 2002 – „Das Glück kommt wie ein Donnerschlag“, 2003 – „Wunder kann man nicht bestellen“, 2004 – „Ich bin Polleke!“, 2005. In
Deutschland sind außerdem bekannt: „Erzähl mir von Oma“, 1981 – „Das Buch von allen Dingen“, 2006 – „Ein himmlischer Platz“, 2007. Alle diese Titel sind im Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg, erschienen.
Auszeichnungen - eine Auswahl
- Guus Kuijer ist der Kinderbuchautor mit den meisten und höchsten Auszeichnungen in den Niederlanden. Er erhielt unter anderem 1979 den Niederländischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur. Viermal wurde eines seiner Bücher mit dem „Goldenen Griffel“ ausgezeichnet und viermal mit dem „Silbernen Griffel“. Den Deutschen Jugendliteraturpreis verlieh man ihm 1982 für „Erzähl mir von Oma“ und 2002 für „Wir alle für immer zusammen“. Für „Das Buch von allen Dingen“ erhielt er den „Luchs“ des Jahres 2006 und für „Ein himmlischer Platz“ die „Silberne Feder“ (ein Preis des Deutschen Ärztinnenbundes).
Und sonst?
Guus Kuijer gibt keine Interviews und tritt auch nicht im Fernsehen auf, weil ihm persönlicher Ruhm nichts bedeutet. Ihm ist es viel wichtiger, dass seine Bücher und die Figuren der Geschichten berühmt werden.
In Bärbels Bücherkiste findest du:
Wir alle für immer zusammen