Geboren: Am 11. März 1928 in Engelhartszell, Oberösterreich
Wohnort: Sie lebt abwechselnd in Hörsching und Wien.
Hobbys: Käthe Recheis hat ausgedehnte Reisen unternommen, vor allem nach Nordamerika und Bolivien. Dabei entstanden zahlreiche Freundschaften, auch zu indianischen Autorinnen und Autoren. Einer gab ihr den Namen Molse-Mawa, „Fell des Wolfes“, was so viel wie „Beschützerin des Wolfes“ bedeutet.
Kindheit
Sie wuchs im ober
österreichischen Hörsching als jüngste von vier Geschwistern auf. Wie sich ihr Leben während Hitlers
Diktatur und während des
Zweiten Weltkrieges veränderte, schilderte Käthe Recheis später in „Lena – Unser Dorf und der
Krieg“ (1984). 1945 halfen ihr Vater als Arzt und sie als Krankenschwester mit,
jüdische Gefangene zu versorgen, die aus einem
Konzentrationslager befreit worden waren. In „Das Schattennetz“ (1964) hat sie diese Erfahrungen verarbeitet.
Schule und Beruf
Nach der
Volksschule in Hörsching besuchte Käthe Recheis das Gymnasium in Linz. Nach der Matura (österreichisch für Abitur) 1947 war sie als Sekretärin tätig, erst in Linz und ab 1955 in Wien. 1961 erschien ihr erstes Kinderbuch: „Kleiner Adler und Silberstern“. Seither arbeitet sie als freiberufliche Schriftstellerin.
Themen
Käthe Recheis sagt, sie schreibe gerne für Kinder und Jugendliche, weil ihr das so vielfältige Möglichkeiten bietet und sie viel damit bewirken kann. Sie möchte helfen, „
Vorurteile abzubauen gegen Menschen, die anders leben als wir, die eine andere
Kultur haben.“ Auch in ihren Büchern setzt sie sich sehr für die Indianervölker Nordamerikas ein.
Bücher
Mehr als 60 Bücher hat Käthe Recheis selbst veröffentlicht. Weitere hat sie zusammen mit anderen Autoren geschrieben oder aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Dazu kommen rund 200 Beiträge für Lesebücher in
Deutschland und Österreich. Zu ihren bekanntesten Büchern gehören: „Der kleine Biber und seine Freunde“, Herder Verlag, Wien 1963 – „Kleiner Bruder Watomi“, Herder Verlag, Wien 1974 – „
König Arthur und die Ritter der Tafelrunde“, Hoch Verlag, Düsseldorf 1974 – „Der weiße Wolf“, Herder Verlag, Wien 1982 – „Lena. Unser Dorf und der Krieg“, Herder Verlag, Wien 1987 – „Bevor die Büffel starben“, Herder Verlag, Wien 1988 – „Wolfsaga“, Herder Verlag, Freiburg 1994.
Auszeichnungen - eine Auswahl
- Allein 28-mal wurden einzelne Bücher von Käthe Recheis ausgezeichnet, mehrfach mit dem Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur und dem Kinderbuchpreis der Stadt Wien, aber zum Beispiel auch mit dem „Silbernen Griffel“ (Niederlande) oder mit dem Katholischen Kinderbuchpreis (Deutschland). Für ihr Gesamtwerk erhielt sie unter anderem 1986 den Österreichischen Würdigungspreis für Kinder- und Jugendliteratur, 1987 den Kulturpreis des Landes Oberösterreich, 1995 den Großen Preis der deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach und 2001 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
Und sonst?
Zusammen mit ihrem Bruder, dem Arzt Dr. Romed Recheis, unterstützt sie Indianerschulen in Nordamerika und Projekte für die Chiquito-
Indianer in Bolivien.
In Bärbels Bücherkiste findest du:
König Artus und die Ritter der TafelrundeLena - Unser Dorf und der Krieg