Geboren: Am 21. September 1943 in Berlin-Pankow
Wohnort: Seit 1988 lebt Klaus Kordon mit seiner Familie wieder in Berlin.
Familie: Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und ist inzwischen Großvater.
Kindheit
Klaus Kordon wuchs im Berliner Arbeiterviertel zwischen Wedding und Prenzlauer Berg auf. Sein Vater war im
Krieg gefallen, seine Mutter starb 1956. Danach verbrachte er noch einige Jahre in Kinder-
und Jugendheimen.
Schule und Beruf
Nach der Schulzeit versuchte sich Klaus Kordon in mehreren Berufen, unter anderem als Transport-
und Lagerarbeiter. Dann holte er an der Abendschule das Abitur nach, studierte
Volkswirtschaft und machte eine Ausbildung zum Exportkaufmann. In seinem Beruf musste er viel reisen: nach Afrika,
Australien, Südamerika und Asien. Seit 1980 arbeitet Klaus Kordon als freiberuflicher Schriftsteller.
Biografie
Klaus Kordon lebte in der
DDR. 1972 wollte er mit seiner
Familie flüchten, doch das Vorhaben missglückte. Er und seine Frau mussten ein Jahr im
Gefängnis verbringen, bevor sie 1973 in die Bundesrepublik ausreisen durften. Auf ihre Kinder, die in einem Heim untergebracht worden waren, mussten sie ein weiteres Jahr warten. Bis 1988 lebte die Familie in die Nähe von Frankfurt am Main.
Wie wird man Autor/in?
„Ich schreibe, weil mich das Leben interessiert“, hat Klaus Kordon einmal gesagt. Er findet es faszinierend, in fremde Welten und Figuren einzutauchen. Beim Schreiben möchte er selbst etwas lernen und Erfahrungen machen.
Themen
Klaus Kordon sagt von sich, er schreibe nur über Themen, die ihn wirklich interessieren. Er besitzt die Fähigkeit, politisches Geschehen der Vergangenheit anschaulich, packend und authentisch zu erzählen. In allen seinen Büchern geht es ihm darum, Verständnis zu wecken für das Fremde und für
gesellschaftlich Benachteiligte. Wichtige Themen seiner Bücher sind Freundschaft, Liebe, Mut und Zusammenhalt.
Bücher
Klaus Kordon hat bisher rund 60 Bücher veröffentlicht. Besonders intensiv hat er sich mit der
politischen deutschen Geschichte und Zeitgeschichte beschäftigt, wie sie einfache Menschen, Kinder und Jugendliche erlebt haben. Davon handeln zum Beispiel „Die roten Matrosen“, 1984 – „Der erste
Frühling“, 1993 – „1848. Die Geschichte von Jette und Frieder“, 1997 – „Julians Bruder“, 2004. Erfahrungen und Erlebnisse seiner Reisen nach Asien schilderte er unter anderem in „Monsun oder Der weiße Tiger“, 1980 – „Wie Spuke im Sand“, 1987 – „Der Weg nach Bandung“, 2000. Aus seinem eigenen Leben erzählt er zum Beispiel in „Brüder wie Freunde“, 1978 – „Einer wie Frank“, 1982 – „Krokodil im Nacken“, 2002. Aber auch Geschichten, die Probleme und Wünsche von Kindern und Jugendlichen in der Gegenwart thematisieren, hat Kordon geschrieben. Dazu zählen „Die Einbahnstraße“, 1979 – „Paula Kussmaul lässt nicht locker“, 2001. Und selbst Märchenhaftes wie „Der goldene Ritter“ (2002) hat der vielseitige Autor veröffentlicht. (Die Bücher von Klaus Kordon erscheinen im Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim).
Auszeichnungen - eine Auswahl
- 1982 Friedrich-Gerstäcker-Preis für „Monsun oder Der weiße Tiger“ – 1985 Zürcher Kinderbuchpreis „La vache qui lit“ („Die Kuh, die liest“) für „Die roten Matrosen“ – 1993 Buxtehuder Bulle für „Der erste Frühling“ – 1995 Deutscher Jugendliteraturpreis für „Die Zeit ist kaputt“ – 1996 „Silberner Griffel“ (Literaturpreis der Niederlande) für „Der erste Frühling“ – 1999 Großer Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach für das Gesamtwerk – 2003 Deutscher Jugendliteraturpreis für „Krokodil im Nacken“
In Bärbels Bücherkiste findest du:
Fünf Finger hat die Hand