Geboren: Am 19. November 1921 in Bad Kösen an der Saale
Wohnort: Max Kruse lebt mit seiner Frau in Penzberg (Oberbayern), südlich von München.
Familie: Er ist seit 1965 zum zweiten Mal verheiratet. Seine Frau Shaofang stammt aus China und ist Malerin und Musikerin.
Kindheit
Max Kruse wuchs zusammen mit sechs Geschwistern auf. Seine Mutter war die berühmte Puppenkünstlerin Käthe Kruse, sein Vater der bekannte Bildhauer Carl Max Kruse.
Schule und Beruf
Nach dem Abitur in Weimar begann Max Kruse an der Universität Jena mit dem Studium, das er aber wegen des Kriegsendes nicht abschließen konnte. Nach 1945 baute er die Puppenfabrik seiner Mutter in Bad Pyrmont wieder auf, 1949 übersiedelte er nach Donauwörth, wo noch heute Käthe-
Kruse-
Puppen produziert werden. 1958 überließ er die Firma seiner Schwester, weil er endlich schreiben wollte. Nebenbei arbeitete er noch als Werbetexter. Sehr erfolgreich wurde Max Kruse ab 1965, als "Der Löwe ist los" vom Marionettentheater der
Augsburger Puppenkiste für das Fernsehen verfilmt wurde. Max Kruse schreibt auch Reiseberichte, Hörspiele und Theaterstücke für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Wie wird man Autor/in?
Auch Max Kruse kam wie viele andere Autoren über das Lesen zum Schreiben. Er war als Kind häufig krank und las deshalb viel. "Bücher waren mein Tor zur Welt. Daher wollte ich schon als Kind Bücher schreiben, Schriftsteller werden", hat er in einem Interview erzählt.
Themen
Max Kruses originelle Geschichten leben von der Situationskomik und der witzigen Sprachverwirrung. Seltsame Tiere und liebenswerte menschliche Figuren mit kleinen Schwächen bestehen vergnügliche Abenteuer.
Bücher
Max Kruse hat rund fünfzig Bücher geschrieben, die eine Gesamtauflage von drei Millionen Exemplaren erreichten. Hier eine kleine Auswahl: "Der Löwe ist los", 1952 (fünf Bände; Thienemann Verlag, Stuttgart) – "Urmel aus dem Eis", 1969 (elf Bände, Thienemann Verlag, Stuttgart) – "Don Blech und der goldene Junker", 1971 (sechs Bände, Hochverlag, Düsseldorf) – "Der Schattenbruder", 1985 (Ueberreuter Verlag,
Wien) – "Der Auserwählte" 1995 (Gabriel Verlag, Mödling) – "Ein Klecks ging mal spazieren", Kindergedichte, 2003 (Verlag St. Michaelsbund, München).
Auszeichnungen - eine Auswahl
- 2000 Großer Preis der deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach für sein Gesamtwerk.
Und sonst?
Von allen Figuren, die Max Kruse erfunden hat, ist das kindliche Urzeitwesen Urmel am bekanntesten geworden. Unvergessen sind die Verfilmungen der "Augsburger Puppenkiste" (1969), in den 90er Jahren entstand eine Trickfilmserie und 2006 kam ein computeranimierter Trickfilm in die Kinos mit bekannten deutschen Sprecherinnen und Sprechern wie Anke Engelke und Oliver Pocher. Aber auch als Theaterstück und Hörbuch kann man "Urmel aus dem Eis" erleben.
In Bärbels Bücherkiste findest du:
Urmel aus dem Eis