© Verlag Friedrich Oetinger, Foto: Fotostudio Barthel
Geboren: Am 13. Dezember 1937 in Schweinfurt
Wohnort: Paul Maar lebt mit seiner Ehefrau Nele Maar in Bamberg.
Familie: Zur Familie gehören drei inzwischen erwachsene Kinder. Tochter Anne Maar ist ebenfalls Schriftstellerin und leitet ein Theater. Nele Maar übersetzt Kinderbücher aus dem Englischen ins Deutsche, manchmal auch zusammen mit ihrem Mann.
Kindheit
Paul Maars Kindheit verlief nicht sehr glücklich. Seine Mutter starb, als er noch ein Baby war. Der Vater war lange Zeit abwesend: erst im
Krieg, anschließend in Gefangenschaft. Er war sehr streng und bestrafte seinen Sohn manchmal hart. Lesen hielt er für einen unnützen Zeitvertreib.
Schule und Beruf
Nach dem Abitur studierte Paul Maar in Stuttgart Malerei und Kunstgeschichte, nebenbei entwarf er Bühnenbilder und fotografierte für ein Theater. Nach dem Studium arbeitete er sieben Jahre als Kunstlehrer an einem Gymnasium.
Als Kind stellte Paul Maar es sich schrecklich vor, ein Leben lang denselben Beruf auszuüben. Aber jetzt hat er so viele verschiedene Jobs, dass es ihm nie langweilig wird. Er schreibt Romane, Erzählungen, Hörspiele, Theaterstücke, Musicals und Drehbücher. Außerdem illustriert er Bücher und übersetzt sie. Er ist sogar schon mal mit seinem Kollegen KNISTER zusammen im Theater als Schauspieler aufgetreten, natürlich in einem selbstgeschriebenen Stück. Und das Bühnenbild hat er auch noch entworfen.
Wie wird man Autor/in?
Schon als kleiner Junge hat Paul Maar lieber gelesen als Fußball gespielt. Sein Großvater, der selbst wunderbar erzählen konnte, unterstützte ihn. Er ermunterte ihn, sich selbst Geschichten auszudenken und zu notieren. Als Jugendlicher schrieb Paul Maar für eine Schülerzeitung, als Student für den Rundfunk. Auf die Idee, ein Kinderbuch zu verfassen, kam er, als er selbst Vater geworden war. Die Bücher für Kinder, die es in der Bibliothek auszuleihen gab, gefielen ihm nicht. Also beschloss er, es besser zu machen. Er wollte ein Buch für seine Kinder schreiben. Und zwar eines, das er als Kind selbst gern gelesen hätte. So entstand "Der tätowierte Hund". Und aus dem Kunstlehrer Paul Maar war der Kinderbuchautor Paul Maar geworden.
Arbeitsweise
Gleich nach dem Frühstück setzt sich Paul Maar an den Computer, vor den Schreibblock (wenn er Gedichte schreiben will) oder ans Zeichenbrett. Nach dem Mittagessen geht er bei Sonnenschein spazieren und hält bei Regenwetter Mittagschlaf. Dann schreibt er weiter. Erst wenn er "Ende" unter eine Geschichte gesetzt hat, dürfen andere Menschen sie lesen.
Themen
Paul Maar bringt auf unnachahmliche Weise Komisches, Spielerisches Fantastisches und Alltägliches in seinen Büchern zusammen. Am beliebtesten von allen seinen Figuren ist das "Sams", ein freches und vorlautes Fabelwesen, das sich ständig lustige Lieder und Verse ausdenkt.
Bücher
Paul Maars Bücher sind auf der ganzen Welt bekannt und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden, auch in
Chinesisch,
Finnisch oder
Ukrainisch. Fünf Sams-
Bände gibt es: "Eine Woche voller Samstage", 1973 – "Am Samstag kam das Sams zurück", 1980 – "Neue Punkte für das Sams", 1992 – "Ein Sams für Martin Taschenbier", 1996 – "Sams in Gefahr", 2002.Sehr erfolgreich waren aber zum Beispiel auch: "Der tätowierte Hund", 1968 – "Andere Kinder wohnen auch bei ihren Eltern", 1976 – "Lippels Traum", 1984 – "Türme", 1987 – "Kartoffelkäferzeiten", 1990 – "In einem tiefen, dunklen Wald ... ", 1999 – "Herr Bello und das blaue Wunder", 2005 (die Bücher erscheinen im Oetinger Verlag, Hamburg).
Auszeichnungen - eine Auswahl
- Von der langen, langen Liste der Auszeichnungen können wir hier nur eine kleine Auswahl nennen: 1985 Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur für "Lippels Traum" – 1987 Großer Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur für das Gesamtwerk – 1988 Deutscher Jugendliteraturpreis für das Sachbuch "Türme" – 1992 Kalbacher Klapperschlange für "Neue Punkte für das Sams" – 1996 Deutscher Jugendliteraturpreis, Sonderpreis für das Gesamtwerk – 1998 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse – 2000 E.T.A.-Hoffmann-Preis der Stadt Bamberg – 2003 Deutscher Bücherpreis für "Sams in Gefahr" – 2004 Bayrischer Verdienstorden.
Und sonst?
Sehr viel Erfolg hat Paul Maar auch mit seinen Theaterstücken. Nach einer Statistik ist er der »meistgespielte lebende deutsche« Bühnenautor. Die Verfilmungen seiner Bücher "Das Sams" (2001) und "Herr Bello" (2007) begeistern kleine und große Kinofans.
In Bärbels Bücherkiste findest du:
Herr Bello und das blaue WunderKartoffelkäferzeiten