Ruth Vander Zee/Roberto Innocenti
22 Seiten,
Ab 6 Jahren
Diese Geschichte ist so schrecklich, dass man sie nur ertragen kann, weil es darin – auch -
um Liebe geht. Vor allem aber geht es um Vernichtung, um den Mord an sechs Millionen
Juden. Erikas Eltern sind zwei davon. Zusammen mit Hunderten anderer Opfer werden sie von den Nazis zum Bahnhof getrieben und in einen Viehwagen gepfercht, der sie ins Todeslager
Auschwitz-
Birkenau bringt. Unterwegs entschließt sich Erikas Mutter zu einer Verzweiflungstat. Sie will wenigstens ihr Baby retten: Während der Zug in einem Dorf langsamer fährt, wirft die Mutter ihr Kind hinaus ins Freie. Es landet auf einer kleinen Wiese neben dem Bahnübergang. Jemand hebt das rosafarbene Bündel auf und bringt es zu einer Frau, die das Kind Erika nennt und ihm ein Zuhause gibt. Die Illustrationen sind schwarz-
weiß, erst am Ende, als klar ist, dass Erika überlebt -
heute hat sie selbst drei Kinder -
wird die Welt wieder bunt.
Dieses Buch solltet ihr zusammen mit einem Erwachsenen anschauen und lesen, denn sicher habt ihr danach viele Fragen.
Beitrag von Elli, 5 (
13.04.2006)
TRAURIG
Das buch ist traurig. Ich hatte Albträume und dachte immer daran was passieren würde, wenn ich in so einen Krieg gelangen würde.
Beitrag von Christian, 37 (
30.03.2006)
Erikas Geschichte: Altersfreigabe
Ich habe dieses Buch nicht gelesen. Und dennoch bin ich beim Lesen Eurer Beschreibung erschrocken.
Der Holocaust ist eine grausige Wahrheit. Eine, mit der Kinder mit viel Bedacht und Vorsicht konfrontiert werden sollen.
Wenn also die Worte in der Rezension ("...Vor allem aber geht es um Vernichtung, um den Mord an sechs Millionen Juden...") richtig sind, ist nach meiner Meinung das Buch definitiv nichts für sechsjährige Jungen und Mädchen.
Wie denkt Ihr darüber?
Grüße
Christian
Anmerkung der Redaktion:
Hallo Christian,
danke, dass du deine Frage nochmal geschickt hast. Du hast vollkommen Recht. Dieses Bilderbuch ist keine "leichte Kost". Es dient nicht der Unterhaltung und dem Zeitvertreib, sondern will aufklären über ein schreckliches Kapitel deutscher Vergangenheit. Dies tut es anhand einer sehr persönlichen Geschichte über das Schicksal eines kleinen Mädchens und ermöglicht auf diese Weise, auch junge Kindern an das Thema Holocaust heranzuführen. Natürlich muss man dabei die individuelle Reife berücksichtigen.
Es ist kein Buch, dass man Kindern einfach so in die Hand drücken sollte. Hier ist der erwachsene "Begleiter" gefragt. Insofern danken wir dir für deine Mail und werden die Buchbesprechung mit einem Zusatz versehen, der die Eltern oder andere Bezugspersonen "mit ins Boot" holt.
Viele Grüße
Die HanisauLänder
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