USA 2012, 93 Min.
Mitten in Afrika hat der Löwe Alex einen fürchterlichen Albtraum. Er und seine Freunde sind alt und gebrechlich geworden und immer noch nicht zurück in
New York. Zum Glück finden Marty, Melman und Gloria einen Weg, um Alex aufzumuntern. Zu seinem Geburtstag bauen sie den geliebten New Yorker Zoo aus Sand nach. Alex ist zu Tränen gerührt. Er erkennt, dass die Freunde ihr
Nur mit einer Notlüge findet Alex beim Wanderzirkus Gehör
© Paramount Pictures Germany
Schicksal selbst in die Hand nehmen müssen. Die vier Pinguine, die seinerzeit mit ihrer Flugmaschine nach Monte Carlo aufgebrochen waren, haben sich nicht mehr gemeldet. So beschließen die Freunde, ihnen über das Mittelmeer nachzuschwimmen. In Monte Carlo aber treffen sie auf die berüchtigte Tierfängerin Capitaine Chantel DuBois. In ihrer Trophäensammlung fehlt der Kopf eines Löwen, des
Königs der Tiere. Den will sie um jeden Preis. Und sie ist flink wie eine Gazelle, verfügt über einen perfekten Geruchssinn, ist nahezu unverwüstlich. Auf der
Flucht vor ihr landen die Tiere auf einem Güterbahnhof irgendwo in
Frankreich. Dort steht gerade ein Zug mit dem Wanderzirkus Zaragoza zur Abreise, in dem die Jaguardame Gia, der redselige
italienische Seelöwe Stefano und der mürrische
russische Tiger Vitaly die Stars sind. Nur durch eine Notlüge dürfen
Tierfängerin Capitaine Chantel DuBois ist zu allem bereit
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die vier Freunde mitreisen. Der Wanderzirkus aber hat seine besten Tage längst hinter sich. Um den Zirkus und damit ihren Plan zu retten, nach New York zu kommen, entwickeln die Freunde erfolgreich eine aberwitzige Vorstellung aus rein tierischen Darbietungen. Ein Agent engagiert den Wanderzirkus nach New York. Dadurch kommt jedoch die Notlüge der vier Freunde ans Licht. Enttäuscht wenden sich die Zirkustiere von den vier Freunden ab. Zu allem Pech ist Capitaine Chantel DuBois nach New York gereist, um sich ihre Trophäe zu sichern. Ohne Vitaly und seine Zirkustruppe sind die vier Freunde nun endgültig verloren.
Wie ist der Film gemacht?Der erstmals in 3D gedrehte dritte Animationsfilm der Reihe Madagascar setzt unwahrscheinlichste Stunts und Kunststücke visuell um. Er bietet ein Feuerwerk aus Gags, Action und Zirkusnummern, wie sie die Welt sicher noch nie zuvor gesehen hat. Als Vorbild für die Zirkusnummern diente der Cirque-
du-
Soleil, der vielleicht spektakulärste Zirkus der Gegenwart. Dessen Show sollte mit Hilfe der Animationstechnik noch übertroffen werden. Filmtechnisch sorgen Überblendungen, Zeitlupen und Blenden dafür, dass Ereignisse zu sehen sind, die in der wirklichen Welt unmöglich wären.
Mit Capitaine Chantel DuBois ist zudem eine neue, faszinierende Figur hinzugekommen, die das Böse verkörpert. Ihre Stunts und Fähigkeiten übertreffen alles, was man bisher gesehen hat. Sie hat etwas von einem Bluthund an sich, ist eine Mischung aus der
Disney-
Figur Cruella deVil aus „101 Dalmatiner“ und der berühmten französischen Chansonsängerin Edith Piaf. Ihr berühmtes Lied „Non, je ne regrette rien“ (auf Deutsch: Nein, ich bereue nichts) wird im Film zitiert – und parodiert. Wirklich alles, was sich positiv mit der Welt des Zirkus‘ verbinden lässt, findet sich in diesem Film wieder.
Tiger Vitaly bei seiner legendären Zirkusnummer
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In dieser fantastischen Welt führen die Tiere ihre eigenen Nummern auf, sodass selbst die Besorgnis mancher Tierschützer hier nicht greift, ob Zirkustiere (wie auch Zootiere) artgerecht gehalten werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Anspielungen auf andere Filme, die euch möglicherweise nicht auffallen. Aber den Erwachsenen werden sie viel Spaß bereiten, da sie viele der Filme kennen.
(In diesem Absatz werden einige Filmbegriffe genannt. Schaut in unser Film-
Spezial, in „Wie ein Film entsteht“. Da findet ihr vieles erklärt.)
Tiger Vitaly und Löwe Alex
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Was ist das Besondere an diesem Film?In erster Linie möchte dieser Film bestens unterhalten. Das gelingt ihm mit viel Fantasie, zahlreichen Gags und handwerklicher Perfektion in der Animation. Dennoch werden auch sehr menschliche Themen angesprochen: Was bedeutet ein Zuhause? Warum sind Zuversicht und der Glaube an sich selbst sowie die Unterstützung durch Freunde so wichtig? Der Film zeigt, dass man fast alles erreichen kann, wenn man mit Leib und Seele bei der Sache ist und lernt, das Beste aus einer Situation zu machen. Die vier befreundeten Tiere, die es auf ihrer Reise nach Afrika und
Europa verschlagen hat,
Ein gelungener Zirkusauftritt mit neuen Freunden
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suchen wie viele Menschen ihren Platz im Leben. Sie möchten wissen, wo sie hingehören und mit wem sie das Leben gestalten wollen. Dabei kann sich herausstellen, dass es gar nicht so sehr auf den Ort, als vielmehr auf die Personen ankommt, um glücklich zu sein.
Thomas Werner