25. März: Unabhängigkeitstag
28. Oktober: Ochi-Tag (Nein-Tag)
Griechenland liegt im Südosten
Europas. Es besteht aus einem Festlandteil und Tausenden kleinen und größeren Inseln. Von diesen Inseln sind viele nicht oder kaum bewohnt. Die größeren Inseln, wie Kreta, Kos, Rhodos oder Lesbos sind vor allem bei Urlaubern beliebt und im Sommer deshalb ziemlich voll. Im Winter haben auch diese Inseln nur noch wenige Einwohner.
Akropolis in der griechischen Hauptstadt Athen
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Mitglied der EUInsgesamt hat Griechenland etwa 11 Millionen Einwohner. Sie sprechen griechisch und bezahlen seit 2001 mit dem Euro. Zur
Europäischen Union (EU) gehört Griechenland aber schon viel länger – seit der Gründung der EU 1993.
UnabhängigkeitstagZwei Nationalfeiertage werden in Griechenland gefeiert. Beide erinnern an wichtige Entscheidungen der Griechen in der Vergangenheit. Am
25. März 1821 erklärte Griechenland, das es nicht länger ein Teil des Osmanischen Reiches -
also der heutigen
Türkei -
sein wollte, sondern lieber unabhängig.
"Nein"-TagAm
28. Oktober 1940 lehnten die Griechen die Forderungen des
italienischen Diktators Mussolini ab. Er hatte gefordert, dass Griechenland sich Italien bis zum 28. Oktober unterwerfen müsste – sonst würde es
Krieg geben. Angeblich hat die griechische
Regierung damals einfach nur ein Fax nach Italien geschickt, auf dem nur das Wort "Ochi" also "Nein" stand. Der Nationalfeiertag, der jedes Jahr am 28. Oktober stattfindet, heißt deshalb auch "Nein-
Tag".
Erste DemokratieDas "Ja-
oder Nein-
Sagen" ist in Griechenland nicht nur den Politikern gestattet, sondern auch schon seit langer Zeit dem
Volk. Demokratie nennt man das. Es bedeutet, dass alle Griechen mitentscheiden können, wie es mit ihrem Land weiter gehen soll. Heute gibt es viele demokratische Länder, aber vor etwa 2500 Jahren war Griechenland das erste Land, das so regiert wurde. Griechenland wird deshalb auch die "Wiege der Demokratie" genannt. Abgestimmt wurde damals übrigens nicht mit Wahlzetteln, sondern auf Tonscherben. Beim Scherbengericht konnten die Griechen ihre Entscheidungen in eine Tonscherbe ritzen. Nachher wurden dann die Scherben eingesammelt, ausgewertet und so festgestellt, was die
Mehrheit der Menschen wollte.
Erfinder der Olympischen Spiele
Die griechische Schauspielerin Maria Nafpliotou - in der Rolle der Hohepriesterin - hält die Olympische Flamme nahe des Heratempels in Olympia.
Es gibt noch mehr Dinge, die wir den alten Griechen bis heute nachmachen. Dazu gehören zum Beispiel die Olympischen Spiele. Die haben die Griechen 776 Jahre vor Christus, also vor fast 3000 Jahren, zum ersten Mal veranstaltet -
zu Ehren ihres Gottes Zeus. Damals durften zwar nur Männer bei dem Sportfest mitmachen und es gab auch viel weniger Sportarten als heute, aber die Grundidee der Wettkämpfe ist immer noch die gleiche: Alle vier Jahre messen sich die besten Sportler und kämpfen um die olympische Ehre. Um an diese alte Geschichte der Olympischen Spiele zu erinnern, wird heute wie damals, das Olympische Feuer in Griechenland entzündet und von dort an den Ort der nächsten Olympischen Spiele gebracht.