Seit März haben wir anstelle der "normalen" mitteleuropäischen Zeit (MEZ) die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ).
Die mitteleuropäische ZeitDie mitteleuropäische Zeit gibt es erst seit 1893. Davor gab es weder in
Deutschland noch in
Europa eine einheitliche Zeit. Man orientierte sich überall am Sonnenaufgang. Und da die Sonne in verschiedenen Regionen ein paar Minuten früher oder später aufgeht, musste man zum Beispiel die "Münchener Ortszeit" von der "Berliner Zeit" unterscheiden.
Sommerzeit: ja, nein, ja, nein…1916 führte das deutsche Kaiserreich eine Sommerzeit ein. Nach drei Jahren gab man den Versuch wieder auf. Während des Zweiten Weltkriegs gab es wieder eine Sommerzeit in Deutschland. Eine Stunde mehr Tageslicht sollte eine Stunde mehr Arbeitszeit bedeuten. Von 1950 bis 1980 wurden die Uhren nicht umgestellt. 1978 beschloss die Bundesrepublik, wie andere europäischen Länder auch, erneut die Einführung der Sommerzeit. Auslöser war damals die Ölkrise von 1973. Durch die Sommerzeit hoffte man, Strom sparen zu können: Eine Stunde mehr Tageslicht sollte eine Stunde weniger künstliches Licht aus der Steckdose bedeuten.
Ein besonderes ProblemDeutschland war 1978 noch ein geteiltes Land. Es gab die Bundesrepublik Deutschland (BRD) und die
Deutsche Demokratische Republik (DDR). Die Stadt
Berlin gehörte jeweils zur Hälfte beiden deutschen
Staaten. Damit die Fahrpläne für die Reichsbahn in ganz Deutschland einheitlich waren, mussten sich die beiden deutschen Staaten gemeinsam für die Einführung der Sommerzeit entscheiden. Das geschah am 6. April 1980.
Alles geregelt!Die Zeitumstellung ist streng
gesetzlich geregelt. Demnach verlieren wir in der Nacht zum letzten Sonntag im März eine Stunde, da die Uhren von 2 Uhr auf 3 Uhr verstellt werden. Im
Herbst geht es dann genau anderes herum. Am letzten Wochenende im Oktober endet die Sommerzeit. Dann werden die Uhren um 3 Uhr in der Nacht eine Stunde zurückgestellt. Toll, wir können eine Stunde länger schlafen können!