Mit einer großen Zeremonie werden heute Abend in
Athen die
Paralympics eröffnet. Die Paralympics sind die
Olympischen Spiele für körperlich und geistig behinderte Sportlerinnen und Sportler. Vom 18. bis zum 28. September treten mehr als 4000 Athletinnen und Athleten aus 145 verschiedenen Ländern im Wettkampf gegeneinander an. Um Medaillen, Rekorde und Ruhm wird in 19 Sportarten gekämpft. Dazu gehören Segeln, Schießen, Rollstuhl-
Basketball, Sitz-
Volleyball, Fußball, Gewichtheben, Reiten, Straßenradrennen, Boccia und vieles mehr. Damit auch bei den Paralympischen Spielen alle Sportlerinnen und Sportler eine faire Chance auf den Sieg haben, werden sie in fünf Gruppen unterteilt. Es gibt die Blinden und Sehbehinderten, die spastisch Gelähmten, die Rollstuhlfahrer und Querschnittsgelähmten, die amputierte und anders körperlich Behinderten und die geistig Behinderten. Einige Sportarten werden nur für Behinderte aus einer Gruppe angeboten. Judo ist zum Beispiel nur für Sehbehinderte und Rollstuhl-
Basketball ... Na, ihr hat’s bestimmt verstanden! Fußball gibt es dafür für Sehbehinderte und Körperbehinderte.
Die ersten Paralympics fanden 1960 in
Rom statt. Seitdem starten sie immer ungefähr zwei Wochen nach dem Ende der Olympischen Spiele. Sportliche Wettkämpfe für
behinderte Menschen wurden allerdings schon vorher ausgetragen. Der
britische Arzt Ludwig Guttmann veranstaltete 1948 in London die „Stoke Mandville Rollstuhl Spiele“. Guttmann war der Meinung, dass sich sportliche Betätigung auch für Körperbehinderte positiv auswirke. Aus dieser Idee entwickelten sich im Laufe der Jahre die Olympischen Spiele für Behinderte.