Feuerwehrleute stehen am 9. November 1938 vor der brennenden Synagoge in der Fasanenstraße in Berlin, die bei Ausschreitungen gegen Juden und jüdische Einrichtungen angezündet wurde.
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In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannte es überall in
Deutschland –
Juden wurden überfallen und misshandelt, Synagogen standen in Flammen, Geschäfte, die Juden gehörten, wurden geplündert und zerstört. Doch weder Polizei noch Feuerwehr griffen ein – im Gegenteil.
Polizisten und Schlägertrupps der
Nationalsozialisten standen gaffend dabei oder machten mit. In dieser Nacht vor 66 Jahren wurde für alle Welt sichtbar: Die Judenhetze in Deutschland hatte einen schrecklichen Höhepunkt erreicht. Die Juden sollten endgültig aus Deutschland vertrieben werden. Sie waren schutzlos der Willkür des
Staates und ihrer Mitmenschen ausgeliefert.
Juden: Menschen ohne BürgerrechteDie Judenverfolgung in Deutschland hatte 1933 begonnen. Die Menschen waren aufgerufen worden, nicht mehr in Geschäften zu kaufen, die Juden gehörten. Juden war verboten worden, sich in der Öffentlichkeit frei zu bewegen. Die sogenannten Rassegesetze von 1935 hatten festgeschrieben, dass die Juden keine vollen staatbürgerlichen Rechte mehr hatten.
Eine furchtbare NachtDer Schrecken der Nacht war fürchterlich: 91 jüdische Männer und Frauen wurden ermordet, viele tausende wurden misshandelt, verhaftet und in
Konzentrationslager verschleppt. 191 Synagogen wurden niedergebrannt, 76 zerstört.
Wehret den AnfängenBis heute ist der 9. November ein Tag, um sich daran zu erinnern, dass wir alle wachsam sein müssen, damit Ausgrenzung,
Intoleranz, Hass und
Gewalt keine Chance haben.