Am Donnerstag vor
Rosenmontag ist
Weiberfastnacht, auch Altweiberfasching oder schmotziger Donnerstag genannt. Dieser Tag wird vor allem im Rheinland gefeiert. Verkleidete Frauen erstürmen die
Rathäuser und übernehmen symbolisch die Macht bis
Aschermittwoch. Dieser Brauch hat seinen Ursprung in Beuel, einer kleineren Stadt gegenüber von Bonn gelegen. Dort nutzten erstmals 1824 die Wäschefrauen die Abwesenheit der Männer, um ausgiebig zu feiern. Ein anderer wichtiger Brauch an diesem hohen rheinischen Feiertag: den Männern wird die Krawatte, das Zeichen ihrer Männlichkeit, abgeschnitten. Damit die Männer nicht zu traurig sind, bekommen sie als Trost ein Bützchen (rheinisch, heißt auf hochdeutsch Kuss).
An Weiberfastnacht beginnt auch der Straßenkarneval. Vom 11.11. um 11. 11 Uhr, dem Beginn der Karnevalssession, bis Weiberfastnacht findet der Karneval vor allem in Karnevalssitzungen statt. Ab heute finden in vielen Orten Karnevalsumzüge statt. Doch dies alles beginnt erst um 11.11 Uhr. Bis dahin wird noch ordentlich, gewissenhaft und aufmerksam überall gearbeitet, aber dann ist – zumindest im Rheinland – kein Halten mehr.
Auch die HanisauLänderInnen feiern übrigens Karneval – und wir hier in der
Redaktion auch. Wir wünschen euch eine jecke Zeit, grüßen euch mit Alaaf, Helau, Nari-
Naro und versprechen, dass es ab Aschermittwoch dann wieder so weiter geht hier in HanisauLand, wie ihr es gewohnt seid.