Heute wird wieder ein sportliches Großereignis in Turin eröffnet: Die
Paralympics, die
Olympischen Spiele für behinderte Sportlerinnen und Sportler, starten!
58 Goldmedaillen werden vom 11. bis zum 19. März verliehen. Alpiner Langlauf, Nordischer Skilauf, Biathlon, Eisschlitten-
Hockey und Rollstuhl-
Curling sind die fünf Sportarten in denen die 535 ehrgeizigen Frauen und Männer aus 39 Ländern gegeneinander antreten.
Damit auch bei den Paralympischen Winterspielen alle Sportlerinnen und Sportler eine faire Chance auf den Sieg haben, werden sie in drei Gruppen unterteilt: Sehbehinderten, Athleten, die ihre Sportart sitzend durchführen und Athleten, die stehen. Zum Beispiel wird sehbehinderten Skifahrern über Kopfhörer mitgeteilt, wohin sie fahren müssen oder sie fahren mit einem Führer den Berg hinab.
Die ersten Paralympics mit den Sommersportarten fanden 1960 in
Rom statt. Die Paralympischen Winterspiele wurden das erste Mal in
Schweden durchgeführt. Seit den Spielen in Albertville 1992 starten die Wettbewerbe für behinderte Sportlerinnen und Sportler immer ungefähr zwei Wochen nach dem Ende der Olympischen Spielen und am gleichen Ort. Sportliche Wettkämpfe für
behinderte Menschen wurden allerdings schon vorher ausgetragen. Der
britische Arzt Ludwig Guttmann veranstaltete 1948 in London die "Stoke Mandville Rollstuhl Spiele". Guttmann war der Meinung, dass sich sportliche Betätigung auch für Körperbehinderte positiv auswirke. Aus dieser Idee entwickelte sich im Laufe der Jahre die Paralympics.