Am 28. Mai 1961 wurde in der
britischen Presse ein Artikel veröffentlicht, der große Empörung auslöste. Der Artikel hatte den Titel „The Forgotten Prisoners“* und der Verfasser war der
Rechtsanwalt Peter Benenson.
Der Startschuss für „ai“Benenson wollte auf
politische Gefangene aufmerksam machen, auf Menschen, die im Gefängnis sitzen, weil sie eine andere politische Meinung vertreten, als die
Regierung oder die Herrscher des Landes. Benenson hatte einen Nerv getroffen. Viele Menschen waren entsetzt über das, was sie lasen. Sie schrieben Briefe an die Regierung und baten diese, sich mehr für politische Gefangene einzusetzen. Das war der Startschuss von
Amnesty International (ai). Nur zwei Monate später schlossen sich auch in
Deutschland Menschen zusammen und nahmen ihre Arbeit als Mitglieder für ai auf.
Weltweiter Einsatz für die Menschenrechte
„50 000 Schritte für eine Welt frei von Folter“ - Eine Aktion von amnesty international vor dem Berliner Reichstag im Dezember 2001
© picture-alliance / ZB
45 Jahre später hat die Menschenrechtsorganisation weltweit über eine Millionen Mitglieder und ist in mehr als 140 Ländern vertreten. Amnesty International setzt sich aber nicht nur für Gefangene ein. Die Hauptforderung ist, dass in jedem Land und in jeder Situation die Menschenrechte eingehalten werden. Dazu gehören zum Beispiel das Recht auf freie Meinungsäußerung, faire Gerichtsverhandlungen und körperliche und geistige Unversehrtheit.
AufklärungsaktionenDie Erfahrung hat ai gelehrt, dass man am meisten Erfolg hat, wenn man die
Bürgerinnen und Bürger über Notsituationen und Verletzungen der Menschenrechte informiert. Aus diesem Grund startet die Organisation jährlich viele Aktionen und Kampagnen. Tausende von Protestbriefe, -
E-
Mails, und –faxe werden an Regierende geschrieben, die Presse veröffentlicht Pressemeldungen und so wird Druck ausgeübt, Druck auf die Regierungen, dass sie die Missstände in ihren Ländern beseitigen. Erst vorgestern hat Amnesty International seinen Jahresbericht veröffentlicht, in dem sämtliche Menschenrechtsverletzungen vieler
Staaten angegriffen wurden.
Wie auch du mit Freunde oder deiner Schulklasse Amnesty International unterstützen kannst, erfährst du auf der
Webseite von ai.
* Übersetzt heißt das „Die vergessenen Gefangenen“.