Angola hat sich 2006 zum ersten Mal für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Die Fußballmannschaft nennt sich nach einer nur dort vorkommenden Antilopenart "Palancas Negras", auf Deutsch "Schwarze Antilopen”. Das Land liegt in Westafrika und grenzt an den Atlantischen Ozean. Mit 1,2 Millionen Quadratkilometern ist es viermal so groß wie
Deutschland, hat aber weniger als 12 Millionen Einwohner (Deutschland hat über 80 Millionen Einwohner). Die offizielle Landessprache ist
Portugiesisch, doch werden im Land viele Sprachen gebraucht, die zur großen
Familie der Bantu, was auf Deutsch "Mensch" heißt, gehören.
Nach einem blutigen
Krieg gegen die Kolonialmacht Portugal wurde das Land 1975 selbstständig. Die Portugiesen haben, als sie die Herrschaft über Angola hatten, wenig für die
Bildung der Einheimischen getan. Daher gab es 1975 nur sehr wenige
Angolaner, die zum Beispiel eine Ausbildung als Ärzte, Ingenieure, Architekten oder
Rechtsanwälte hatten. Da die verschiedenen Rebellengruppen, die die Unabhängigkeit erkämpft hatten, sich nicht einigen konnten, kam es zu einem lange anhaltenden
Bürgerkrieg. Zeitweise mischten sich auch kubanische Truppen in den Bürgerkrieg ein, der erst 2002 beendet wurde. Die Spätfolgen sind zahlreichen Minenfelder. Viele Menschen, vor allem Kinder, sind dadurch gefährdet. Die Minen stellen auch ein großes Problem für die Landwirtschaft dar. Angola verfügt zwar über reiche Bodenschätze wie Erdöl, Diamanten und Uran, doch die Hälfte seiner Bewohner ist
arbeitslos und drei Viertel der Menschen leben in
Armut.