Die Slowakei liegt mitten in
Europa und hat viele Nachbarländer. Sie grenzt an
Tschechien,
Polen,
Ungarn, Österreich und die
Ukraine. Die Menschen in der Slowakei sprechen
Slowakisch und bezahlen seit 2009 mit dem Euro. Seit 2004 gehört die Slowakei zur
Europäischen Union. Dafür hatten sich die 5,4 Millionen Einwohner mit großer
Mehrheit in einer
Volksabstimmung entschieden.
Früher: Tschechoslowakei Es war nicht immer so, dass die Menschen in der Slowakei solche Dinge alleine entscheiden konnten. Lange Zeit gehörte die Slowakei zu Ungarn und bildete später zusammen mit
Tschechien die Tschechoslowakei. Erst seit 1993 ist die Slowakei ein unabhängiges Land.
Heute: eigene Verfassung Diese Unabhängigkeit feiern die Slowaken jedes Jahr am 1. September mit ihrem Nationalfeiertag. Am 1. September 1992 einigten sich die Menschen in der Slowakei auf eine Verfassung, also Regeln, nach denen das Zusammenleben in ihrem Land funktionieren soll. Da steht zum Beispiel drin, dass die Slowakei eine
Parlamentarische Demokratie ist. Das ist ein
Staat, in dem die Menschen Vertreter wählen, die dann für sie bestimmen, wie es mit ihrem Land weiter geht.
Deftiges zum EssenAm Nationalfeiertag wird in der Slowakei ordentlich gefeiert – zum Beispiel bei einem deftigen Essen. Das heißt viele Nudeln, Klöße und Kartoffeln, Soßen mit viel Mehl und Butter und so gut wie kein Gemüse. Das slowakische Nationalgericht heißt "bryndzové halusky". Dahinter verbergen sich Kartoffelklößchen mit viel Schaffrischkäse. Hinterher verdrücken die Slowaken dann gerne noch einen Nachtisch, der genauso satt macht: Pfannekuchen oder Marillen. Das sind Klöße mit Aprikosen oder Beeren gefüllt.
Eine Hauptstadt namens Pressburg
Burg Bratislava
© AP Photos
Die Hauptstadt der Slowakei heißt Bratislava. Übersetzt man den Stadtnamen ins Deutsche, kommt "Pressburg" dabei heraus. Gemeint ist die alte Burg, die auf einem Hügel mitten in der Stadt steht. Nicht weit vom Fuße des Hügels entfernt fließt die Donau – der zweitlängste Fluss Europas. Folgst du der Donau aus der Stadt hinaus kann es sein, dass du auf einen Wasserbüffel stößt. Das sind bis zu 600 Kilogramm schwere Tiere, die am liebsten im Matsch stehen und sich von Sumpfpflanzen ernähren. Wasserbüffel kommen nur im Osten Europas vor. Bei uns ist es ihnen wahrscheinlich zu kalt.