Heute vor 67 Jahren, am 1. September 1939, begann der
Zweite Weltkrieg. In der Nacht zum 1. September haben deutsche Truppen
Polen überfallen. Eine
Kriegserklärung war nicht erfolgt.
Hitlers Plan Hitler hatte schon lange den
Krieg vorbereitet. Zwar hatte er 1934 mit Polen einen Nichtangriffs-
Pakt geschlossen, der festlegte, dass alle Streitpunkte in den nächsten zehn Jahren friedlich gelöst werden sollten. Aber damit wollte er die Weltöffentlichkeit täuschen. Und zunächst waren die anderen Mächte auch bereit, den Friedensbeteuerungen Deutschlands zu glauben. Doch der sogenannte Anschluss Österreichs im März 1938, als Österreich ins Deutsche Reich einverleibt wurde, und die „Angliederung“ des Sudetenlandes im September 1938 sowie die Zerschlagung des verbliebenen tschechoslowakischen
Staates im März 1939 hatten aber schon gezeigt, dass Hitler keineswegs eine friedliche
Politik verfolgte. Die Kündigung des deutsch-
polnischen Nichtangriffspaktes im April 1939 durch
Deutschland und der
Nichtangriffspakt zwischen Hitler und Stalin, das war der Regierungschef und
Diktator der
Sowjetunion, im August 1939, bei dem die Teilung Polens vereinbart wurde, unterstrich die nicht friedlichen Ziele Deutschlands.
Das Ultimatum
Große Teile der Stadt Breslau, das heute Wroclaw (Polen) heißt, wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört.
© picture-alliance/akg-images
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen nach Polen war für
Frankreich und
Großbritannien klar, dass Hitler den Krieg wollte. Sie forderten Deutschland ultimativ auf, die Kriegshandlungen sofort zu beenden. Als Hitler dieser Aufforderung nicht nachkam, erklärten Großbritannien und Frankreich am 3. September Deutschland den Krieg. Der Zweite Weltkrieg war ausgebrochen.