In der Nacht vom 3. zum 4. März passiert es mal wieder: Der Mond verschwindet.
Das macht er doch jeden Monat bei Neumond, denkt ihr? Stimmt, aber heute verschwindet er sogar bei Vollmond. Denn jetzt stehen Sonne, Erde und Mond in einer speziellen Konstellation zueinander. Diese Anordnung lässt den Mond für über eine Stunde "verschwinden". Falls nicht zu viele Wolken am Himmel sind, könnt ihr das Naturereignis mit bloßen Augen verfolgen.
Die Erde liegt heute Nacht in einer (fast) geraden Linie mit der Sonne und dem Mond. Ungefähr ab 22:30 Uhr schiebt sich unser Planet langsam zwischen Sonne und Mond. Der Mond wird nach und nach nicht mehr von der Sonne angestrahlt, sondern liegt im Schatten der Erde. Daher verdunkelt sich der Mond, was so aussieht, als würde er verschwinden. Um 00:21 Uhr befindet die Erde vom Mond ausgesehen komplett vor der Sonne. Man nennt dies totale
Mondfinsternis. Rote Strahlen werden rund um den Mond, den man kaum mehr wahrnimmt, sichtbar. Danach geht das Prozedere "verkehrt" herum weiter.
Ihr merkt, Aufbleiben lohnt sich heute Nacht, besonders, da man sonntags auch lange schlafen kann. Falls ihr vor lauter Wolken keinen Mond mehr sehen solltet, versucht es noch mal nächstes Jahr im Februar. Dann gibt es die nächste totale Mondfinsternis, die in
Deutschland sichtbar ist.
Mehr über die einzelnen Phasen der Mondfinsternis erfahrt ihr beim
SWR-Kindernetz.