In Frankreich wurde am 22. April 2007 gewählt -
es ging um das
Amt des Staatspräsidenten. Zwölf
Kandidaten standen zur Wahl. Da keiner die
absolute Mehrheit bekommen hat -
also mehr als 50 Prozent der Stimmen -
, wird heute -
zwei Woche später -
noch mal gewählt. Dies ist eine sogenannte Stichwahl. Dann können sich die
Wählerinnen und Wähler nur noch zwischen zwei Kandidaten entscheiden: das sind die zwei Kandidaten, die bei der ersten Wahl die meisten Stimmen erhielten. Sie heißen Nicolas Sarkozy und Ségolène Royal. Mit Ségolène Royal tritt zum allerersten Mal eine Frau bei einer solchen wichtigen Wahl an.
Der
französische Präsident wird auf fünf Jahre gewählt. Sein Amt ist mit dem des deutschen
Bundespräsidenten nicht zu vergleichen, er hat sehr viel mehr Macht und Einfluss. Er ernennt den Regierungschef, leitet die Kabinettsitzungen und bestimmt die täglichen Regierungsgeschäfte. Er hat zudem die Möglichkeit, das
Parlament jederzeit aufzulösen und das
Volk direkt über Gesetzentwürfe entscheiden zu lassen.