An diesem Sonntag feiern die
Christen das
Pfingstfest. Es ist das Fest der Sendung des Heiligen Geistes. Nach christlicher Vorstellung ist Gott dreifaltig – Vater, Sohn und Heiliger Geist. Und der Heilige Geist, die Geistkraft, steht an diesem Fest im Mittelpunkt. In der Bibel wird berichtet, dass der Geist Gottes den Jüngern gesandt wurde und sie darauf hin in vielen Sprachen redeten.
Um Pfingsten ranken sich seit alters her viele Bräuche. In Ritterromanen liest man von glanzvollen Pfingstfesten des sagenhaften
Königs Artus im 5./6. Jahrhundert. Es gab große Turniere und Schützenfeste, die an diesem Tag stattfanden. Auf der Pfingstwiese und dem Pfingstanger in der Stadt und auf dem Land wurden Pfingstlauben errichtet, Pfingstbäume aufgestellt, Pfingstgelage abgehalten und Pfingstbier ausgeschenkt. Früher haben die Landwirte an Pfingsten das Vieh zum ersten Mal auf die Weide getrieben und das erste oder letzte Tier bzw. der zum Braten bestimmte Ochse war der Pfingstochse, der festlich geschmückt wurde.
Und was ist noch mit Pfingsten verbunden – richtig, die wunderschönen roten, prachtvoll blühenden Pfingstrosen, die vom anbrechenden Sommer kündigen.