2. August: Gedenktag
8. September: UnabhängigkeitstagMazedonien grenzt an
Serbien,
Bulgarien,
Griechenland und Albanien. Es liegt auf der so genannten Balkaninsel und hat als einziges Land der Balkaninsel keinen direkten Zugang zum Meer. Das Land ist mit etwa 25.000 Quadratkilometern etwas kleiner als
Belgien und hat ungefähr 2 Millionen Einwohner/innen. Seit 2005 ist das Land auch ein offizieller EU-
Beitrittskandidat.
Zwei NationalfeiertageWegen der bewegten Geschichte Mazedoniens feiert man zwei Nationalfeiertage: den 2. August und den 8. September.
Mazedonien hat viele fremde Herrscher erlebt. Ein Teil der heutigen
Republik wurde im 6. Jahrhundert von den Slawen besiedelt. Später wurde das Land von Bulgarien, Serbien und dem Osmanischen (
türkischen) Reich erobert. 1903 erhob sich das mazedonische
Volk gegen die türkische Herrschaft. Dieses Ereignis kennt man heute als Ilinden-
Aufstand. Der Gedenktag am 2. August erinnert daran.
Die türkische Herrschaft endete 1913 und Mazedonien wurde nun zwischen Griechenland, Bulgarien und Serbien aufgeteilt. Nach dem
Ersten Weltkrieg gehörte Mazedonien zu Jugoslawien. Jugoslawien zerfiel 1991 und endlich, am 08.09.1991, konnten sich die Mazedonier für unabhängig erklären und einen eigenen
Staat ausrufen. In Erinnerung daran feiern sie am 8. September ihren Unabhängigkeitstag.
Spuren der BesetzerDie vielen fremden Herrscher haben Spuren hinterlassen. Das erkennt man zum Beispiel an den vielen Sprachen, die in Mazedonien gesprochen werden. Neben Mazedonisch gibt es noch Albanisch, Serbisch, Türkisch, Vlachisch und Romani.
Achtung Erdbeben!
Mazedonien-Platz im Zentrum von Skopje
© AP Photos
Mazedonien liegt in einer von Erdbeben gefährdeten Region. Das hatte zur Folge, dass die
Hauptstadt Skopje schon viermal von Erdbeben zerstört wurde. Einige Seen im Südwesten des Landes sind jedoch erst durch diese Beben entstanden, wie zum Beispiel der Ohridsee und der Prespasee. Der Prespasee ist sehr tief und reich an Fossilien. Zudem ist er ein Brut-
und auch Überwinterungsplatz für sehr seltene Vogelarten, wie zum Beispiel für Rosapelikane.
Klein, aber oho
Das antike Theater in Ohrid
© AP Photos
Bei Mazedonien denken viele sofort an den antiken Herrscher Alexander der Große. Zahlreiche antike Bauten und Sehenswürdigkeiten in dem heute kleinen Land erinnern an das damalige blühende Weltreich. Forscher glauben, dass unter der mazedonischen Erde noch mehr Schätze aus vergangenen Zeiten verborgen sein können. Auch
kulturell hat Mazedonien einiges zu bieten: Besonders bekannt ist das alljährliche Ohrid Summer Festival, das in historischer Kulisse im antiken Theater der Altstadt von Ohrid stattfindet und viele Besucher anlockt. Gäste sind in Mazedonien sowieso immer willkommen. Bei der leckeren mazedonischen Küche mit Fleischspießen, Hackfleischröllchen und Wein für die Erwachsenen kann man es sich richtig gut gehen lassen.