Der Herbst ist gekommen, die Blätter färben sich bunt.
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"Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt..." – so heißt es in einem bekannten Volkslied, und heute können wir es mit Fug und Recht singen, denn heute ist Herbstanfang.
Zeit der Tag-Nacht-GleicheViel weniger poetisch beschreiben das die Astronomen: Herbstanfang ist auf der nördlichen Erdhalbkugel der Zeitpunkt, an dem die Sonne den Himmelsäquator von Norden nach Süden überschreitet. Wenn dieses geschieht, sind an jedem Ort der Erde Tag und Nacht gleich lang. Deshalb wird der Herbstanfang auch als Tag-
Nacht-
Gleiche (Äquinoktium) bezeichnet. Die Sonne geht überall um 06:00 Uhr Ortszeit auf und um 18:00 Uhr unter. Danach bewegt sich die Sonne auf den südlichen Wendekreis zu, so dass auf der Nordhalbkugel die Tage kürzer und die Nächte länger werden. Um den
21. Dezember herum erreicht die Sonne den südlichen Wendekreis – das ist dann bei uns der kürzeste Tag des Jahres, also der Tag, an dem es am kürzesten hell ist. Dann wandert die Sonne allmählich wieder zurück in den Norden. Um den 21. März herum erreicht sie wieder den Himmelsäquator.
Zeit der ErnteDas deutsche Wort "Herbst" bedeutete ursprünglich so viel wie "Pflückzeit, Zeit der Früchte, Ernte". Diese Bedeutung lebt heute noch im englischen "harvest" (deutsch: Ernte) weiter. In Süddeutschland bezeichnen die Worte "Herbst" oder "Herbsten" auch "Weinlese" oder "Obsternte".
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