Heute tritt Barack Obama offiziell sein
Amt als neuer
Präsident der
USA an.
Ein besonderer Präsident
Wahlsieger Barack Obama
© AP Photos
Barack Obama wurde 1961 geboren. Mit 47 Jahren wird Obama der jüngste US-
Präsident aller Zeiten sein. Außerdem hat er eine dunkle Hautfarbe und ist der erste afroamerikanische Präsident der USA. Wenn er heute ins Weiße Haus – so nennt man den Amtssitz des Präsidenten – einzieht, dann macht er das nicht alleine. Begleitet wird er von seiner Frau Michelle, der neuen First Lady, sowie von seinen Töchtern Malia und Natasha.
AmtsantrittMit der
Vereidigung in der Bundeshauptstadt Washington D.C. beginnt heute um 12 Uhr Obamas Amtszeit. Er muss dann folgende Formel aufsagen:
"Ich, Barack Obama, schwöre, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich ausüben und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen werde."Traditionell legt der Präsident seinen Eid auf die
Bibel ab und sagt:
"so help me God" ("so wahr mir Gott helfe"). Mit der Vereidigung nimmt der Präsident alle Rechte und Pflichten seines Amtes an.
Anders, als viele meinen, wird der Präsident in den USA nicht direkt gewählt. Gewählt wird er indirekt, das heißt über Wahlmänner. Wie funktioniert das genau?
Wahlmänner
Das Weiße Haus in Washington, D.C.: Amtssitz und offizielle Residenz des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika
© Tanja Nelles
In Vorwahlen – die Anfang letzten Jahres stattgefunden haben – wurden in jedem der 50
Bundesstaaten die Wahlmänner und Wahlfrauen. Wie funktioniert das genau?
Anfang 2008 haben zunächst Vorwahlen stattgefunden. Es wurden damals in jedem der 50 Bundesstaaten eine bestimmte Anzahl an Wahlmänner und Wahlfrauen bestimmt. Die Zahl entspricht genau der Anzahl an
Senatoren und
Abgeordneten, die dieser Bundesstaat an Senatoren und Abgeordneten im Kongress (der amerikanischen Volksvertretung) hat. Diese Wahlmänner können aber nicht frei entscheiden, wen sie wählen. Sie müssen ihre Stimme demjenigen geben, der am
4. November 2008 von den
Bürgerinnen und Bürger ihres Bundesstaates die
Mehrheit erhalten hat.
Erst wählt das Volk Am 4. November 2008 fand die entscheidende
Wahl in den USA statt. Um an der Wahl zur Präsidentschaft teilnehmen zu können, müssen sich in den USA die Bürgerinnen und Bürger vorher "registrieren" lassen. Wer also wählen gehen will, muss zunächst in eine Wählerliste aufgenommen werden. Erst danach kann man seine Stimme abgeben. Nach der Schließung der Wahllokale werden in jedem Bundesstaat die Wählerstimmen ausgezählt und dann steht fest, welcher
Kandidat in dem Bundesstaat die Mehrheit hat. Er bekommt dann alle Wahlmänner dieses Bundesstaates zugesprochen.
Barack Obama, der für die
Demokratische Partei kandidierte hatte mehr Wahlmänner-
und Wahlfrauenstimmen als sein Gegenkandidat von den Republikanern, John McCain, erhalten. So wurde er dann zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.