Martin Luther wurde am 10.11.1483 in Eisleben geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften, wurde Martin Luther Mönch.
Reformation in der KircheVieles in der damaligen Kirche missfiel ihm. Vor allem kritisierte er, dass die Kirche damals sogenannte Ablass-
Scheine verkaufte. Damit konnten sich die Gläubigen die Vergebung ihrer Sünden erkaufen. Am 31. Oktober 1517 hat Martin Luther in Wittenberg öffentlich diesen Ablass-
Handel und einiges mehr kritisiert.
Die Luther-Thesen an der Tür der Schlosskirche in Wittenberg, Sachsen-Anhalt.
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Er verkündete seine Thesen, die zu einer Reformation (das ist Lateinisch und heißt „Umgestaltung“, „Erneuerung“) in der Kirche geführt haben und den Beginn der evangelischen Kirche bedeuten. Er forderte seine Kirche auf, umzukehren. Viele Menschen in der Kirche dachten ähnlich. Die Bischöfe und der
Papst aber fühlten sich herausgefordert. Sie verlangten von Luther, seine Thesen zurückzunehmen. Die Auseinandersetzungen spitzten sich zu. Für die damaligen Kirchenführer war Luther eine Provokation. Es folgten heftige Diskussionen, Streitschriften wurden geschrieben. Doch zu einer Annäherung kam es nicht. Die reformatorische Bewegung wurde stärker, der Beginn der Kirchenspaltung war da.
Spaltung der KircheDie Kirche, die damals eine wichtige
politische Rolle spielte, sah sich in ihrer Machtposition bedroht. Auf dem Regensburger Reichstag 1541 versuchte man noch, die
Einheit der Kirche zu wahren. Doch es gelang nicht. Und auch der Augsburger Religionsfriede von 1555 konnte die Kirchenspaltung nicht verhindern. Es folgten viele unheilvolle theologische, politische und
militärische Auseinandersetzungen. Die Bauernkriege und der Dreißigjährige
Krieg waren schreckliche Höhepunkte dieses Konfliktes. Es folgten dann weitere Jahrhunderte, in denen keine Annäherung zwischen den Kirchen stattfand.
Katholiken und Protestanten heuteHeute akzeptieren sich die beiden
christlichen Kirchen. Es gibt zwar Unterschiede in der Glaubenslehre, aber man ist darum bemüht, gemeinsam als Christen den Glauben in dieser Welt zu leben. In der sogenannten ökumenischen Bewegung ist man bemüht, das Trennende zwischen den christlichen Kirchen zu überwinden und im christlichen Glauben zusammenzuarbeiten.
Heute vor 463 Jahren starb Martin Luther, der deutsche Reformator.
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