Kurz – kurz –kurz – lang... oder ta-
ta-
ta-
taaa... Kein neuer Hip-
Hop-
Beat, sondern der Anfang eines großartigen Musikstücks, das schon vor 201 Jahren uraufgeführt wurde. Im Dezember 1808 wurde die 5. Sinfonie von
Ludwig van Beethoven das erste Mal in
Wien gespielt. Die sogenannte Schicksals-
Sinfonie gehört zu den bekanntesten Werken Beethovens und bleibt – einmal gehört – im Gedächtnis.
Erziehung zum "Wunderkind"
Ludwig van Beethoven
© AP Photos
Der Geburtstag von Ludwig van Beethoven wurde im Winter 1770 in Bonn nicht genau dokumentiert. Doch der Termin seiner Taufe ist bekannt: 17.12.1770. Beethoven wurde in eine Musikerfamilie geboren. Sein Vater und sein Opa, nach dem er benannt wurde, waren kurfürstliche Hofsänger und Kapellmeister. Da lag es nahe, dass auch Ludwig ein musikalisches Talent besaß. Außerdem war zu dieser Zeit das Wunderkind
Mozart berühmt und Beethovens Vater wollte seinen Sohn auch zu einem "Wunderkind" machen. Ludwig van Beethoven bekam Unterricht in Klavier, Orgel und Komposition und hatte im März 1778 -
mit nur sieben Jahren – in
Köln seinen ersten Auftritt als "Wunderkind".
Unterricht bei großen KomponistenDer Plan seines Vaters funktionierte: Als 14-
Jähriger wurde Beethoven Mitglied der Bonner Hofkapelle und verdiente damit Geld. Angeblich spielte er bei einem Aufenthalt in Wien Mozart vor und auch dieser war von Beethovens Können begeistert. Fünf Jahre später zog er zur Weiterbildung nach Wien. Dort nahm der Bonner Unterricht bei berühmten Komponisten, wie zum Beispiel dem Österreicher Joseph Haydn.
Musiker mit HörproblemenWien war eine Stadt der Musikliebhaber, Grafen und Fürsten. Sie unterstützen Ludwig van Beethoven finanziell und stellten ihm Säle für seine Konzerte zur Verfügung. Beethoven war ein gefeierter Künstler. Nur die angeschlagene
Gesundheit trübte sein Leben. Denn schon 1802 – also mit nur 32 Jahren – hörte Beethoven zunehmend schlechter. Ein schweres Schicksal für einen Komponisten. Aber er verfasste trotzdem weitere Musikstücke: Seine einzige Oper "Fidelio", Sinfonien, Klaviersonaten, Streichquartette und Konzerte. Ab dem Jahr 1818 war mit Beethoven kein "normales" Gespräch mehr möglich, über ein Konversationsheft führte er seine Unterhaltungen.
Meisterwerke trotz HörverlustAber auch als tauber Musiker schrieb er weitere Stücke, und sein letztes ist bis heute ein großer Erfolg. Denn auch Du hast bestimmt schon mal einen Teil von Beethovens 9. Sinfonie gehört: Die "Ode an die Freude" ist nämlich die
Europahymne. Friedrich Schiller schrieb den Text dazu. Heute vor 182 Jahren verstarb Ludwig van Beethoven in Wien.