Die G 8: Deutschland,Großbritannien, Frankreich, Russland, Kanada, USA, Italien, Japan
© Stefan Eling
Vom 8. bis 10. Juli 2009 treffen sich im
italienischen L´Aquila die Staats-
bzw. Regierungschefs der acht führenden Industrienationen der Welt. Dies sind
Deutschland,
Frankreich,
Großbritannien, Italien,
Japan,
Kanada,
Russland und die
USA. Solche Treffen finden regelmäßig statt und heißen "
G8-
Gipfel". Geleitet wird das Treffen vom italienischen
Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Zum ersten Mal nimmt der neu gewählte US-
Präsident Barack Obama an dem Treffen teil.
Warum L´Aquila?Eigentlich sollte der G8-
Gipfel auf der Inselgruppe La Maddalena vor Sardinien stattfinden. Doch Silvio Berlusconi entschied das Treffen nach L´Aquila zu verlegen. Im April 2009 zerstörte ein
Erdbeben die Region rund um L´Aquila. Viele Menschen verloren dabei ihr Leben und Zehntausende wurden obdachlos. Durch den G8-
Gipfel möchte Silvio Berlusconi die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die zerstörte Region lenken und den Bewohnern dadurch ein Zeichen der Hoffnung geben.
"People first"Das Motto des Treffens ist "People first" (Menschen zuerst). Viele Menschen sind von der
Weltwirtschaftskrise betroffen. Einige haben ihre Arbeitsplätze oder viel Geld verloren und andere bangen um ihren Job. Das Hauptziel aller Länder soll sein soziale Sicherheit zu vermitteln. Man will den Menschen das Vertrauen in die
Wirtschaft wiedergeben und so viele Arbeitsplätze wie möglich sichern. Außerdem sollen weitere Maßnahmen beschlossen werden, die die momentane Weltwirtschaftskrise beenden und eine erneute
Wirtschaftskrise vermeiden.
Weitere ThemenEin weiteres Thema des G8-
Gipfels ist die Zukunft des afrikanischen Kontinents. In vielen Ländern Afrikas sind die Menschen sehr
arm und der Wirtschaft geht es schlecht. Über eine Milliarde Menschen in Afrika leiden an Unterernährung. Eine wichtige Frage ist also, wie man das verändern kann. Ziel ist es, dass alle Länder einen
Vertrag unterschreiben, in dem sie erklären, den Nahrungsanbau in afrikanischen Ländern zu unterstützen. Dies soll die Hungersnot vieler Menschen lindern. Auch die gesundheitliche Versorgung ist ein großes Problem in vielen Ländern Afrikas. Die Teilnehmer des G8-
Gipfels wollen Strategien beschließen, wie man Menschen über die Krankheiten
Aids und Malaria aufklären kann, und wie Erkrankten geholfen werden kann. Auf dem Gipfeltreffen wird es außerdem auch um den
Klimawandel,
Umweltschutz und
nachhaltige Energiequellen gehen.
Warum gibt es Proteste gegen den Gipfel?Es wird auch diesmal wieder
Demonstrationen gegen den Weltwirtschaftsgipfel geben. Dabei wird angeprangert, dass die
Globalisierung den armen Ländern mehr Nachteile als Vorteile bringt. Es sei nicht richtig, so wird kritisiert, dass die reichen Industrienationen alleine über die wichtigen Themen beraten und Entscheidungen treffen werden, von denen ein Großteil der Menschen auf der Welt betroffen ist. Deren
Regierungen aber seien nicht vertreten beim Gipfel.