Heute wird in drei
Bundesländern gewählt: in Sachsen, im Saarland und in Thüringen. Die ca. 4,1 Millionen Einwohner von Sachsen, die 1 Millionen Einwohner vom Saarland und die knapp 2,3 Millionen Einwohner von Thüringen wählen jeweils ihr
Landesparlament, das man auch Landtag nennt. Wahlberechtigt ist, wer
volljährig, also 18 Jahre alt ist, die deutsche
Staatsangehörigkeit besitzt und seit wenigstens drei Monaten in einem dieser Bundesländer wohnt.
Wahl für fünf JahreIn allen drei Bundesländern wird der neue Landtag für fünf Jahre gewählt. (Es gibt auch Landesparlamente, die nur für vier Jahre gewählt werden). Der Landtag von Sachsen besteht aus 124
Abgeordneten, in den Saarländischen Landtag werden 51 Abgeordnete gewählt und der Landtag von Thüringen besteht aus 88 Abgeordneten. Die Abgeordneten, die in den Landtag gewählt wurden, wählen dann etwas später einen Regierungschef oder eine Regierungschefin. Das ist der/der
Ministerpräsident/in.
Auszählung der Stimmzettel
In den Wahlkabinen gibt man seine Stimme mit Kreuzchen auf Stimmzetteln ab.
© Stefan Eling
Wie bei der
Bundestagswahl können die Wählerinnen und Wähler am Sonntag bis 18.00 Uhr ihre Stimme in einem Wahllokal abgeben. Danach werden die Wahllokale geschlossen. Dann beginnt die Auszählung der Stimmen. Dies bedeutet, dass immer mehrere Personen die Stimmzettel genau anschauen und genau aufschreiben, wer gewählt wurde. Wenn alle Stimmzettel ausgezählt sind, weiß man, wer in den nächsten Jahren im Landtag als Abgeordnete/r sein wird. Im Fernsehen und im Radio werden schon kurz nach 18.00 Uhr so genannte Hochrechnungen vorgestellt. Das sind Voraussagen, wie die Wahl wohl ausgegangen ist. Sicher kann man sich aber erst sein, wenn der
Landeswahlleiter das so genannte
amtliche Endergebnis mitteilt.
Erst- und ZweitstimmeIn allen drei Bundesländern gilt: Jeder Wähler hat wie bei der Bundestagswahl zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird der Direktkandidat des Wahlkreises gewählt, mit der Zweitstimme wählt man die
Landesliste einer
Partei.
Jede Stimme zählt!Das Wichtigste ist an diesem Sonntag: Wählen gehen. Jede Stimme zählt – und wer nicht wählen geht, überlässt die Entscheidung darüber, wer in den nächsten Jahren in Niedersachsen und Hessen regiert, anderen.