Der 12. Juni ist der Internationale Tag gegen
Kinderarbeit. Dieser Gedenktag wurde eingeführt, da weltweit nach Schätzungen der
UNO 250 Millionen Kinder unter 15 Jahren schwer arbeiten müssen. Die meisten von ihnen leben in den armen Ländern Asiens, Südamerikas, Afrikas oder Osteuropas.
Armut als UrsacheDie betroffenen Kinder kommen aus armen Familien. Sie müssen auf Plantagen, im Bergbau oder in Textilfabriken oft wie
Sklaven hart arbeiten. Häufig ist die Arbeit auch gefährlich: manchmal sind die Kinder giftigen Substanzen bei der Feldarbeit ausgesetzt oder müssen mit gefährlichen Werkzeugen hantieren.
Kinder knüpfen Teppiche, um das Einkommen der Familie zu verbessern.
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Warum Eltern so etwas zulassen können, ist für die meisten Menschen hierzulande unverständlich. Viele dieser Eltern wissen aber aus Not einfach nicht mehr weiter. Sie haben vielleicht sehr große
Schulden und werden von den Menschen, bei denen sie Schulden haben, gezwungen, ihre Kinder zur Arbeit zur schicken. Es gibt auch Kinderarbeiter, die keine
Familie haben und ganz auf sich alleine gestellt sind. Sie leben auf der Straße und verdienen ein bisschen Geld, um zu überleben.
Auch Kinder haben RechteKinderarbeiter haben keine Freizeit. Sie haben keine Zeit, Spiele zu spielen und haben auch nicht die Möglichkeit, in die Schule zu gehen. Kinderarbeit verstößt gegen die
Kinderrechtskonvention. Denn auch Kinder haben Rechte! Sie haben das Recht, geschützt aufzuwachsen, in die Schule zu gehen und Freizeit zu haben. Die Kinderrechte haben die meisten Länder der Erde anerkannt, doch viele
Staaten halten sich trotzdem nicht daran.
Gibt es Kinderarbeit auch bei uns?
In
Deutschland ist es verboten, dass Kinder im Alter unter 15 Jahren arbeiten. Es gibt einige Ausnahmen, die im
Jugendschutzgesetz festgelegt sind. Auch in allen anderen EU-
Staaten ist Kinderarbeit grundsätzlich verboten. In früheren Jahrhunderten war auch in
Europa Kinderarbeit verbreitet. Im Mittelalter mussten Kinder zusammen mit ihren Eltern für ihre
Feudalherren oft schwere Arbeit auf den Feldern leisten. Im 19. Jahrhundert, als immer mehr Industriebetriebe entstanden, nahm auch die Kinderarbeit in Europa stark zu. Kinder wurden als billige
Arbeitskräfte vor allem in
England und Deutschland im Bergbau und in Textilfabriken ausgenutzt. Teilweise mussten sie jeden Tag bis zu 16 Stunden arbeiten.
Weitere Infos über Kinderarbeit und den Rechten von Kindern findest du im
HanisauLand-Spezial Kinderrechte.