Am 11. und 12. November 2010 treffen sich dieses Jahr die Staats-
und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie-
und
Schwellenländer in
Südkorea. Bei dem Treffen geht es um wichtige
wirtschaftliche Fragen.
Wer sind die G20?Die G20 bestehen neben den
G8 (
Deutschland,
Frankreich,
Großbritannien,
Italien,
Japan,
Kanada,
Russland und den
USA) aus folgenden Ländern:
Argentinien,
Australien,
Brasilien,
China,
Indien, Indonesien, Südkorea,
Mexiko,
Saudi-Arabien,
Südafrika und
Türkei. Das zwanzigste Mitglied ist die
Europäische Union. Für die EU nehmen die Ratspräsidentschaft und der
Präsident der
Europäischen Zentralbank an den G20 Treffen teil. Vertreter des
Internationalen Währungsfonds (IWF) und der
Weltbank sowie der Präsident der Weltbank sind zwar keine Mitglieder der G20, nehmen aber trotzdem an den Gesprächen teil.
Teilnehmer/innen des G20-Gipfels am 27.06.2010 in Toronto, Kanada
© AP Photos
Seit wann gibt es die G20?Die Gruppe der 20 (G20) wurde 1999 gegründet und sollte als Diskussionsplattform der Finanzminister und Zentralbankchefs der 20 wichtigsten Industrie-
und Schwellenländer der Welt dienen. Gemeinsam sollten sie Antworten finden auf wichtige Fragen der Wirtschafts-
und Währungspolitik.
Warum Seoul?Seoul ist die
Hauptstadt von Süd-
Korea. Dieser Standort wurde nicht ohne Grund gewählt. Südkorea war nämlich eines der Länder, das sich in der
Finanzkrise besonders engagiert hat und diese auch recht schnell überstanden hat. Für viele andere Länder ist es zum Vorbild geworden.
Welche Themen werden besprochen?In den letzten Jahren haben sich die G20-
Teilnehmer in vielen Fragen nicht einigen können. Auch das G8-
Gipfeltreffen im Juni 2010 ging zu Ende, ohne dass sich die Teilnehmer auf ausreichende Lösungen einigten. Das könnten sie jetzt in Seoul nachholen.
Viele Menschen und auch die
Politiker hoffen, dass endlich Lösungen gefunden werden für offenstehende Punkte wie Maßnahmen für die Wirtschaftserholung, die Einrichtung finanzieller Sicherheitsnetze oder die Schaffung einer neuen Weltwirtschaftsordnung. Weitere Themen sind die geplante
Reform des Internationalen Währungsfonds und die Entwicklung ärmerer Länder.