Am 30. Januar 1933, heute vor 79 Jahren, wurde Adolf Hitler von Reichspräsident Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Hitler war der Führer der
Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), die im Reichstag keineswegs die
Mehrheit, sondern nur 33,1 Prozent der Stimmen hatte. Doch die Reichstagsmehrheit spielte keine Rolle mehr, da seit 1929 der Reichspräsident den Reichskanzler ernannte – auf der Grundlage des Artikels 48 der
Weimarer Verfassung.
Weg in die Katastrophe
Reichskanzler Adolf Hitler begrüßt Reichspräsident Paul von Hindenburg am 25. Februar 1934 vor der Staatsoper in Berlin.
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Einflussreiche Männer hatten den Reichspräsidenten lange bearbeitet, damit Hitler endlich ernannt wurde. Die Idee war, dass Hitler
Kanzler wurde und eine Reihe von
Ministern, die nicht der NSDAP angehörten, darauf achten würden, dass Hitler in Schach gehalten würde. Doch diese Überlegungen erwiesen sich als völlig wirklichkeitsfremd. Hitlers Wille, die
Politik und
Gesellschaft in
Deutschland nach seinen Vorstellungen zu gestalten, war sehr viel stärker. Er sorgte dafür, dass seine Gegner ziemlich schnell ausgeschaltet wurden und er seine Macht ausbauen konnte. Dass das die ersten Schritte in die größte Katastrophe des letzten Jahrhunderts waren, konnten die Menschen im Januar 1933 sicherlich nicht voraussehen. Allzu viele aber waren bereit, am Anfang vieles hinzunehmen, bis
Widerstand kaum mehr möglich war.