Als die spätere Schriftstellerin und große Menschenfreundin Helen Keller am 22. Juni 1880 in Alabama,
USA, geboren wurde, war sie ein gesundes fröhliches Kind – nichts deutete auf ihr späteres Schicksal hin. Mit zwei Jahren aber erkrankte sie schwer, sie erblindete und verlor ihr Gehör. Und die Jahre, die folgten, waren die Hölle. Das Kind schrie und tobte, zerschlug, was sie zu greifen bekam, trieb die
Familie zur Verzweiflung.
Neues Leben dank BlindenschriftHilfe kam mit der fast erblindeten Lehrerin Anne Sullivan. Sie verstand Helen und unterstützte sie dabei, ihr Schicksal anzunehmen und die Kräfte, die in ihr steckten, nicht in Zorn und Wut zu
investieren, sondern sie zu nutzen.
Durch diese Informationen in Blindenschrift können Sehbinderte in dem Staat Rhode Island, USA, ohne Hilfe wählen gehen.
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Sie brachte Helen die Blindenschrift bei, ermutigte sie zum Schulbesuch. Helen Keller schloss ihre Ausbildung am Radcliff College erfolgreich ab. Sie setzte sich dafür ein, dass die Blinden eine bessere Erziehung bekommen, forderte deshalb auch die Einführung einer einheitlichen Blindenschrift. Denn nur, wer mit anderen sich verständigen kann, kann auch am Leben teilnehmen.
Sprachrohr für die Blinden und Gehörlosen
Bei einem Besuch im "Weißen Haus" 1953 gleiten Helen Kellers Hände über das Gesicht von US-Präsident Dwight Eisenhower.
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Helen Keller hatte ihre Berufung gefunden. Vortragsreisen führten sie in viele Länder. Sie traf Gelehrte,
Politiker und Künstlern aus aller Welt, warb um ihr Engagement, die Situation für Blinde und Gehörlose zu verbessern. Neben Schriften zur Blindenerziehung schrieb Helen Keller auch über ihr eigenes Leben. Ihre Autobiographie "Die Geschichte meines Lebens" ist Vorlage für einen sehr bewegenden, aufwühlenden Film geworden. Am 1. Juni 1968 ist Helen Keller nach einem sehr bewegten und bewegenden Leben hochbetagt gestorben.