Der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961
Bundesbildstelle
Am
13. August 1961 wird mitten in Berlin das Straßenpflaster aufgerissen. Betonpfähle werden eingerammt und Barrikaden gebaut. Das ist der Beginn der Berliner Mauer. Quer durch Berlin und um West-
Berlin herum trennt die 155km lange Mauer den Westteil der Stadt vom Umland. Straßen-
und Bahnverbindungen werden zerschnitten, und Familien getrennt. Nach 28 Jahren, zwei Monaten und 27 Tagen wird die Mauer am
9. November 1989 eingerissen.
Die
DDR hatte sich in ihrer Existenz bedroht gefühlt. Bis zum Mauerbau hatten täglich etwa 2000 Menschen das Land verlassen, das waren seit 1949, dem Gründungsjahr der DDR, insgesamt etwa 2 Millionen Menschen. Wenn aber die Menschen das Land verlassen, so haben sich die Führer der DDR gesagt, werden sie keinen
sozialistischen Staat aufbauen können. Und wenn die Menschen nicht freiwillig bleiben, dann müssen sie eben dazu gezwungen werden. Die Mauer sollte eine Flucht unmöglich machen. Wer es dennoch versuchte, riskierte erschossen zu werden. Doch viele Menschen in der DDR wollten sich mit der Mauer nicht abfinden. Schon elf Tage nach dem Mauerbau starb der erste
Flüchtling im Kugelhagel. Und viele weitere Menschen mussten ihren Wunsch nach
Freiheit mit dem Leben bezahlen. Wie viele Menschen es tatsächlich waren, weiß man nicht. Man schätzt die Zahl auf 80 bis 240 Menschen alleine in Berlin. Das letzte Opfer war Chris Gueffroy, der im Februar 1989 bei seinem Fluchtversuch erschossen wurde.
Berliner Mauer
© Stefan Eling
Schon kurz nach dem 9. November haben sich viele Menschen Mauersteine als Erinnerungsstücke abgebrochen, Mauerreste wurden auch verkauft. Heute sieht man in Berlin nur noch wenige Überreste der Mauer. Auf den Fall der Mauer folgte kurz darauf auch das Ende der DDR und die Vereinigung der beiden deutschen Staaten.
Wenn ihr euch näher informieren wollt über die Geschichte des Mauerbaus, besucht die Seite
www.chronik-der-mauer.de.