Für Muslime ist beginnt heute die Zeit des Feiern. Vier Tage lang begehen sie das höchste
religiöse Fest des Islams: das Opferfest.
Abraham und die zwei Söhne Das Opferfest geht zurück auf ein Ereignis, das die Bibel im Alten
Testament erzählt. Der Stammvater der Muslime (und auch der
Juden und
Christen) war Abraham und der hatte zwei Söhne: Ismail und Isaak. Gott stellte Abraham eines Tages vor eine harte Prüfung. Er forderte, dass Abraham seinen geliebten Sohn Ismail für ihn opfert. Abraham wollte Gott immer gehorsam sein und so war er bereit, selbst diesem Befehl zu folgen und den eigenen Sohn für Gott zu töten. Als Gott sah, dass Abraham seinen Befehl ausführen wollte, reichte ihm das als Treuebeweis. Abraham brauchte Ismail nicht zu opfern. Stattdessen sollte er ein Opfertier nehmen.
Jährliches ErinnernDie Muslime wollen sich an diesem
islamischen Fest an Abrahams Opferbereitschaft und sein Gottvertrauen erinnern. Das Opferfest beginnt mit einem festlichen Gebet, für das sich die Gläubigen in einer Moschee versammeln. Dabei wird auch die Abschiedspredigt vom Propheten Mohammed (arabisch: Muhammad) vorgelesen. Danach schlachtet das älteste männliche Familienmitglied ein Opfertier. Das Fleisch verteilen die Gläubigen an ihre Verwandten, Freunde und vor allem auch an die Armen. Das Opferfest ist zugleich der Höhepunkt der großen Pilgerfahrt der Muslime nach Mekka in
Saudi-Arabien.
Jedes Jahr ist die "Heilige Moschee" in Mekka das Ziel von über 2 Millionen muslimischen Pilgern.
© AP Photos