Slowenien liegt im Südosten
Europas. Es grenzt an die Länder
Italien, Österreich,
Ungarn und
Kroatien und ist nicht besonders groß – das ganze Land ist etwa so groß wie unser
Bundesland Hessen. Gut zwei Millionen Menschen leben in Slowenien, viele davon in der Hautstadt Ljubljana. Sie sprechen
Slowenisch und bezahlen seit dem
1. Januar 2007 in Euro. Zur
Europäischen Union gehört Slowenien seit Mai 2004.
Kampf um die UnabhängigkeitBis 1991 bildete Slowenien zusammen mit
Serbien und Kroatien einen gemeinsamen
Staat: Jugoslawien. Die Slowenen waren aber nicht zufrieden mit der gemeinsamen
Regierung und wollten lieber ein eigenständiges Land sein. Deshalb erklärten sie heute vor 21 Jahren, am 25. Juni 1991, ihre Unabhängigkeit. Die Regierung Jugoslawiens wollte das verhindern und schickte ihre
Soldaten in den slowenischen Teil Jugoslawiens. Es folgte ein
Krieg, der zehn Tage lang dauerte. Danach mussten die Jugoslawen unverrichteter Dinge wieder abziehen: Die Slowenen hatten gesiegt und gründeten die
Republik Slowenien. Noch heute wird in Slowenien der 25. Juni als Tag der Unabhängigkeit gefeiert, mit dem slowenischen Nationalfeiertag.
Ganz besondere PferdeDas Land Slowenien ist sehr abwechslungsreich: Es gibt sehr viel Wald, hohe Berge und ein kleines Stück Mittelmeerküste. In den Bergen, an der
Grenze zu Italien, liegt der kleine Ort Lipica. Auf den hochgelegenen Weiden begegnest du dort zwischen den Felsen immer wieder sehr eleganten, weißen Pferden.
Die britische Königin Elizabeth II. und ihr Ehemann Prinz Philip besuchen 2008 die Reitschule in Lipica, Slowenien.
© AP Photos
Die Schimmel heißen Lippizaner. Sie stammen aus Lipica und sind auf der ganzen Welt berühmt: Einerseits, weil sie so hübsch aussehen und andererseits, weil sie sehr geschickte und gelehrige Dressurtiere sind. Selbst die kompliziertesten Kunststückchen kann man diesen Tieren beibringen: Zum Beispiel hüpfen die Tiere ohne Probleme auf den Hinterfüßen oder vollführen Luftsprünge, sogenannte Kurbetten, bei denen sie ihre vier Beine an den Körper heranziehen – richtig artistisch sieht das aus. Diese Dressurfiguren lernen sie in einem harten und schwierigen Training. Die berühmtesten Lippizaner-
Trainer arbeiten an der
spanischen Hofreitschule in
Wien.
Ein Eintopf namens "Jota"Eine slowenische Spezialität ist getrocknetes Fleisch. In allen Variationen findest du scharf gewürztes Fleisch und auch Fisch. Besonders gerne essen die Slowenen einen Eintopf, den sie "Jota" nennen: Sauerkraut, Speck, Schinken, Kartoffeln und dicke Bohnen geben eine deftige Mischung ab, die ganz schön lange satt macht. Guten Appetit!