Vier BesatzungszonenHeute vor 58 Jahren, am 5. Mai 1955, wurde die
Bundesrepublik Deutschland souverän. Nach dem Ende des
Zweiten Weltkrieges hatten die Siegermächte
USA,
England,
Frankreich und
Sowjetunion Deutschland in vier Besatzungszonen unter sich aufgeteilt. In den Zonen bestimmten die jeweiligen Besatzungsmächte, welche
Gesetze gelten sollten, welche Vorschriften es gab. Aus der sowjetischen Besatzungszone ging 1949 die
DDR hervor. Der Einfluss der Sowjetunion blieb bestehen, die DDR war weder
demokratisch noch
rechtsstaatlich. Die DDR blieb eine
Diktatur.
Die Bundesrepublik DeutschlandAus den drei westlichen Besatzungszonen ging 1949 die Bundesrepublik Deutschland hervor. Auch die Bundesrepublik war zunächst kein selbstständiger souveräner
Staat. Auf dem Petersberg bei Bonn residierten die Vertreter der Besatzungsmächte, die drei Hohen Kommissare. Sie mussten immer wieder gefragt werden, wenn wichtige Entscheidungen zu treffen waren. Diese Situation änderte sich mit der Souveränität. Konrad Adenauer, der erste
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, verkündete damals: „Heute, fast zehn Jahre nach dem
militärischen und
politischen Zusammenbruch des
Nationalsozialismus, endet für die Bundesrepublik Deutschland die Besatzungszeit."
Der Parlamentarische Rat trat am 1. September 1948 im Bonner Zoologischen Museum Koenig zusammen.
© Haus der Geschichte/ Bestand Erna Wagner-Hehmke
Traum von der Wiedervereinigung Doch für viele Deutsche war damit noch keineswegs das wichtigste Ziel erreicht: die Wiederherstellung der Einheit Deutschlands. Erst wenn Deutschland in
Freiheit wiedervereint ist, sei die voll Souveränität erreicht, sagte der damalige Vorsitzende der SPD-
Fraktion Erich Ollenhauer. Dies wurde erst 35 Jahre später, nach dem Zusammenbruch der DDR, möglich.