Montag, 17. Juni 2013
Wer trifft sich?
Die G 8: Deutschland,Großbritannien, Frankreich, Russland, Kanada, USA, Italien, Japan
© Stefan Eling
G8, das ist die Abkürzung für „Die Gruppe der Acht“. Dies sind die acht führenden Industrienationen der Welt:
Deutschland,
Frankreich,
Großbritannien,
Italien,
Japan,
Kanada,
Russland und die
USA. Die Staats-
und Regierungschefs dieser Länder treffen sich am 17. und 18. Juni in Nordirland. Es geht um sehr wichtige
politische Fragen. Vor allem die
Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik beschäftigen die G8, aber auch die
Entwicklungspolitik ist immer ein Thema. Die Gruppe der Acht tagt ein Mal pro Jahr und weil diese Treffen so wichtig sind, spricht man kurz vom "G8-
Gipfel".
Britischer VorsitzFür die Dauer eines Jahres übernimmt jeweils ein Land den Vorsitz bei den G8 und organsiert auch den G8-
Gipfel. Dieses Jahr hat Großbritannien den Vorsitz. Daher leitet der britische Premierminister David Cameron das Treffen.
Im Lough Erne Golf Resort in Enniskillen, Nordirland, wird der G8-Gipfel stattfinden.
© picture-alliance / dpa
Der Veranstaltungsort liegt in einer beliebten Urlaubsregion in Nordirland am See
Lough Erne. Die Entscheidung für den Veranstaltungsort war umstritten. Die Region liegt an der
Grenze von Nordirland, das zu Großbritannien gehört, und der
Republik Irland. Der
Nordirlandkonflikt ist zwar einigermaßen friedlich beigelegt, aber Spannungen und Zwischenfälle zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen gibt es immer wieder.
Proteste gegen den Gipfel?Bei den Gipfeltreffen gab es bisher immer lautstarke
Demonstrationen. Die Demonstranten protestierten vor allem gegen die Folgen der
Globalisierung. Sie prangerten an, dass es vor allem die armen Länder sind, denen die Globalisierung mehr Nachteile als Vorteile bringt. Sie kritisierten, dass bei den G8-
Gesprächen nur die reichen Industrienationen über die wichtigen Themen beraten und Entscheidungen treffen, von denen ein Großteil der Menschen auf der Welt betroffen ist. Deren
Regierungen aber seien nicht vertreten beim Gipfel. Bei den vergangenen Gipfel kam es oft zu harten Kämpfe zwischen Protestierenden und
Polizisten. Daher werden auch in diesem Jahr rund um das Konferenzgelände große Sicherheitsvorkehrungen getroffen.