Nachdem in
Tunesien und Ägypten die alten Machthaber ihre Macht verloren haben, haben auch in Libyen viele Menschen das Ende des
Diktators Muammar al-Gaddafi gefordert.
Libyen
Anti-Gaddafi Demonstranten flüchten vor den Tränengasangriffen der Polizei.
© AP Photos
Aufständische haben zunächst friedlich demonstriert, sind dann auch mit
Gewalt gegen den Machthaber vorgegangen. Es kam zum
Bürgerkrieg. Der Diktator hat seine
Streitkräfte gegen seine Gegner im eigenen Land eingesetzt und auf die Menschen geschossen. Es kam zu erbitterten Kämpfen, bei denen viele Menschen ihr Leben verloren haben. Die Gegner Gaddafis die einige Gebiete unter ihren Einfluss gebracht haben, mussten schwere Niederlagen hinnehmen und konnten zuletzt nur noch in der Stadt Bengasi ihren
Widerstand aufrecht halten. Sie haben das Ausland zur Unterstützung aufgefordert.
13. März 2011: Stundenten demonstrieren gegen Diktator Gaddafi und fordern eine Flugverbotszone.
© AP Photos
Inzwischen hat der UNO-
Sicherheitsrat zum Schutz der
Zivilbevölkerung eine Flugverbotszone über Libyen verhängt und den Mitgliedsstaaten der UNO erlaubt, alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz von Zivilpersonen und zivilen Gebieten zu ergreifen, die von einem Angriff bedroht sind. Damit hat die internationale Staatengemeinschaft das Recht, libysche Kampfflugzeuge und Luftabwehrsysteme zu bombardieren sowie mit Gewalt gegen Luftangriffe und gegen die Truppen und Schiffe Gaddafis vorzugehen.
Deutschland hat sich bei der Abstimmung im UNO-
Sicherheitsrat der Stimme enthalten.
Französische, englische und
amerikanische Truppen bombardieren inzwischen Militärstellungen Gaddafis in Libyen. Es wird diskutiert, inwieweit die
NATO in den Kampf gegen die libyschen Truppen eingreifen soll.
Jemen
Demonstranten im Jemen
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Auch im Jemen, dem ärmsten arabischen Land, regt sich der Widerstand der
Bevölkerung gegen die herrschenden Politiker. Die
Armut im Land ist groß, die
politische Lage sehr unsicher, ein Drittel der Bevölkerung ist chronisch unterernährt. Vor allem junge Männer zogen in den letzten Tagen durch die
Hauptstadt Sanaa. Sie riefen "Gestern
Tunesien, heute Ägypten, morgen Jemen". Sie fordern das Ende der Herrschaft von
Präsident Salih, der seit mehr als 30 Jahren regiert. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern des Regimes. Mehrere
Demonstranten wurden getötet, zahlreiche verletzt. Die
Oppositionellen haben das Ausland um Hilfe angerufen. Jemen ist ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen die Terrororganisation Al-
Qaida.
Jordanien
Proteste im jordanischen Amman
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Auch in Jordanien hatten tausende Menschen für politische
Reformen und bessere Lebensbedingungen demonstriert.
König Abdullah II setzte daraufhin eine neue
Regierung ein. Diese soll, wie das Staatsoberhaupt erklärte, insbesondere die
Gesetzgebung des Landes sowie den Stand
demokratischer Freiheiten überprüfen.
Königreich BahreinDie Welle des Protestes ist inzwischen in diesem arabischen Inselstaat am Persischen Golf angekommen. Auch hier fordern die Menschen Reformen zur Verbesserungen ihrer Lebensverhältnisse. Sie wollen eine neue Regierung, denn seit über 30 Jahren regiert eine reiche Oberschicht über die arme Bevölkerung. In der Hauptstadt Manama eröffnete Militär das Feuer auf Demonstranten. Es gab zahlreiche schwer Verletzte. Die Lage ist weiter angespannt.
SyrienAuch in Syrien gibt es heftige Unruhen. Demonstranten fordern in verschiedenen Städten demokratische Freiheiten, das Regime reagiert mit Härte. Die Stadt Dera'a wurde von Regierungstruppen abgeriegelt.
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