Aus dem
Griechischen übersetzt heißt Aristokratie "Herrschaft der Vornehmsten". Damit wird eine Staats-
und Regierungsform bezeichnet, in der eine bestimmte Gruppe der
Gesellschaft die Macht hat. Das können zum Beispiel Menschen sein, die über besonderen Reichtum verfügen oder auch solche, die aus besonderen Familien
Dem House of Lords, der zweiten Kammer des englischen Parlaments, gehören nur Aristokraten an
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stammen und sogenannte Privilegien (das sind Sonderrechte) haben. Aristokratien gab es im antiken Griechenland in Athen und Sparta in den Jahrhunderten vor Christus. Auch in
Rom regierten Aristokraten vom 6. bis 1. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. In
Japan herrschten von 800 bis 1200 nach Christus aristokratische Familien. Eine aristokratische Herrschaft steht im Gegensatz zur
Monarchie sowie zur
Demokratie. Aristokratische Elemente gibt es aber bis heute in manchen Demokratien. Das bekannteste Beispiel ist das englische Oberhaus, das einen Teil des englischen
Parlaments bildet. Dort sitzen nur Menschen, die aus ausgewählten gesellschaftlichen Gruppen stammen wie dem Adel oder der Kirche.
Wenn eine aristokratische Herrschaft nur dem Eigennutz einiger weniger Personen oder Familien dient, wird sie "
Oligarchie" genannt.
Mit "Aristokratie" bezeichnet man heute in erster Linie die Angehörigen des Adels. Im Gegensatz zu früheren Zeiten haben sie in unserer Demokratie keine Sonderrechte mehr. Man erkennt sie häufig daran, dass sie einen Titel wie Gräfin, Baron oder Freifrau tragen oder ein "von" zu ihrem Familiennamen gehört.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid