1992 fand in
Rio de Janeiro eine "Konferenz für
Umwelt und Entwicklung der
Vereinten Nationen" statt. Die 180 Teilnehmerstaaten sowie viele dort vertretene
nichtstaatliche Organisationen beschlossen das Aktionsprogramm Agenda 21. Der Begriff "Agenda" heißt "Tagesordnung" und die Zahl 21 steht für das 21. Jahrhundert. Das Thema
Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt des Programms und das bedeutet: Die Menschen sollen nicht mehr verbrauchen, als in der Natur nachwachsen kann. In der Agenda 21 werden die heute lebenden Menschen aufgefordert, ihren Bedarf zum Beispiel an
Energie und anderen Rohstoffen nicht auf Kosten der späteren
Generationen zu decken. Sie sollen auch nicht einfach die Urwälder abholzen und damit das Weltklima negativ beeinflussen, denn darunter werden vor allem die Generationen leiden, die nach uns kommen. Die Agenda 21 fordert auf über 300 Seiten und in 40 Kapiteln, dass in der Wirtschafts-
, Umwelt-
und
Entwicklungspolitik der Gedanke der Nachhaltigkeit berücksichtigt wird.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid