Mit diesem Wort, das aus dem
Griechischen kommt, wird ein Mensch bezeichnet, der weder lesen noch schreiben kann. Die meisten Analphabeten – es gibt weltweit über 1 Milliarde – leben in Asien, Afrika und Südamerika. Dort gibt es in vielen Ländern kein geordnetes Schulwesen, also auch keine
Schulpflicht. Die Analphabeten hatten daher gar nicht die Chance, lesen und schreiben zu lernen.
Aber auch in hoch entwickelten
Industrieländern gibt es trotz Schulpflicht sehr viele Menschen, die nicht oder nur teilweise lesen und schreiben können. Nach Schätzungen der
UNESCO (das ist die Organisation der
UNO für Erziehung, Wissenschaft und
Kultur) können allein in den
USA über 13 Prozent der Menschen, die über 17 Jahre alt sind, als Analphabeten bezeichnet werden. Und in
Deutschland sind es über drei Millionen Menschen, die auch nach der Schule nur wenig oder gar nicht lesen oder schreiben können.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
wie kann man selber analphabeten helfen?
Antwort der Redaktion:
Hallo Tine, auf keinen Fall darf man sie auslachen! Auch wenn ein Erwachsener nicht lesen und schreiben kann, ist das nicht lustig. Helfen kann man, indem man Verständnis für diese Menschen aufbringt und ihnen hilft, wenn sie zum Beispiel in einer
Zeitung etwas lesen oder auf der Anzeigetafel am Bahnhof etwas erkennen wollen. Außerdem kann man diese Menschen ermutigen, einmal einen Kurs zu besuchen, wo sie lesen und schreiben lernen können. Wenn du in der Schule merkst, dass ein Kind Probleme beim Lesen und Schreiben hat, solltest du ihm helfen.
Wie viel Analphabeten gibt es in
-Afrika
-Asien
-Südamerika
-Deutschland
??
Antwort der Redaktion:
Hallo Flavia, weltweit gibt es etwa 862 Millionen Menschen die nicht lesen und schreiben können. Davon lebt der größte Anteil mit 641 Millionen in Asien, 182 Millionen in Afrika und etwa 42 Millionen in Lateinamerika. In
Deutschland leben ca. vier Millionen Analphabeten.
Welches Land hat die höchste Analaphabetenquote?
Antwort der Redaktion:
Hallo Andreas, das sind wohl Sierra Leone und Niger, mit 80% bzw. 90% Analphabeten. Wie überall, sind vor allem die Frauen betroffen.
Auf welche Altersgruppe bezieht sich der Anteil der Analphabeten?
Antwort der Redaktion:
Hallo Lisa, meistens sind damit die über 15 Jährigen gemeint.
welche Methoden genau gibt es,um Analphabeten zu helfen ???
Antwort der Redaktion:
Hallo Heinz, es gibt eine ganze Menge Angebote für Menschen, die nicht lesen und schreiben können. So werden zum Beispiel an Volkshochschulen Kurse angeboten und es gibt auch extra
Vereine, die den Betroffenen helfen. Das Problem ist aber, dass es Analphabeten oft peinlich ist, davon Gebrauch zu machen. Viele von ihnen möchten nicht, dass irgendjemand weiß, dass sie nicht schreiben können. Lieber verheimlichen sie alles und versuchen, sich so irgendwie durchzumogeln. Manche haben richtige Tricks entwickelt, tun zum Beispiel so, als würden sie die
Zeitung lesen können oder sagen, dass sie die Brille vergessen hätten, wenn sie im Supermarkt wissen wollen, wie viel etwas kostet. Ganz wichtig, um diesen Menschen wirklich zu helfen, ist es dafür zu sorgen, dass es ihnen nicht mehr peinlich sein muss, nicht lesen und schreiben zu können. Also niemals einen Menschen auslachen, wenn er nicht lesen und schreiben kann, denn das verletzt ihn sehr!
warum gibt es analphabeten ?
Antwort der Redaktion:
Hallo hihi, bei den Ursachen muss man unterscheiden. Bei uns in
Deutschland müssen alle Kinder zur Schule gehen, wo sie eigentlich auch lesen und schreiben lernen sollten. Trotzdem gibt es immer einige Schüler, die das in der Schule aus verschiedenen Gründen nicht lernen. Wenn in der Klasse zum Beispiel zu viele Schüler sind, kann der Lehrer oder die Lehrerin sich nicht um alle kümmern. Kinder, die lese-
und schreibschwach sind, kann er oder sie gar nicht angemessen fördern. Die Kinder verlieren dann schnell den Anschluss und später schämen sie sich, zuzugeben, dass sie noch Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben. Irgendwie gelingt es vielen dieser Kinder, sich durchzumogeln. Damit setzt sich ein Teufelskreis in Gang: als Erwachsene ist es ihnen noch unangenehmer, dass sie Analphabeten sind, und viele trauen sich nicht, Hilfe anzunehmen. Ohne Lesen und Schreiben zu können, finden sie aber kaum einen vernünftigen Job und sie haben viele Probleme im Alltag, zum Beispiel beim Einkaufen. In
Entwicklungsländern können so viele Menschen weder lesen noch schreiben oder rechnen, da sie gar nicht oder nur sehr kurz zur Schule gehen konnten. Grund ist meistens, dass sie zu Hause mithelfen mussten, Geld verdienen gehen sollten oder die Eltern bei der Arbeit unterstützen mussten. Viele Familien in den armen Ländern haben auch einfach kein Geld, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Auch gibt es oft gar nicht viele Schulen. Wenn die nächste Schule viele Kilometer weit weg ist, kommen die Kinder einfach nicht hin.
Wie viele Analphabeten leben in Deutschland und Indonesien (in %) ??
Antwort der Redaktion:
Hallo Mina, deine Frage ist nicht so leicht zu beantworten, weil es ganz gesicherte Zahlen zu den Menschen, die nicht lesen und schreiben können, nicht gibt. Für
Deutschland geht man von ungefähr 4 Mio. Menschen aus, die nicht richtig lesen und schreiben können, das entspricht 6.3% der
Bevölkerung. Für Indonesien schwanken die Angaben sehr. Ca. 10% der Bevölkerung sind wohl realistisch.
Es gibt Menschen die zur Schule gehen und ihren Abschluß geschafft haben, aber immer noch nicht schreiben und lesen können.Wie schaffen diese Menschen es, ohne dass es überhaupt einer merkt, dass man Analphabet ist?
Antwort der Redaktion:
Als Analphabeten gelten hierzulande auch Menschen, die nur sehr schlecht lesen oder schreiben können und deswegen am Leben um sie herum nur mäßig teilnehmen können. Dass diese Menschen in der Schule schlechte Arbeiten schreiben, auch mit Sitzenbleiben zu kämpfen haben, ist ein trauriger Befund. Die Lehrer merken sicherlich, dass diese Jugendlichen beim Lesen und Schreiben Probleme haben, aber manchmal scheint es für Lehrer kaum möglich, diese Schwächen zu beheben. Wenn dich das Thema näher interessiert, schau doch mal auf
diese Seite.
ich würde gerne wissen, was es für Umstände sind, als Analphabet sein Leben zu organisieren???
Antwort der Redaktion:
Dies ist schwierig. Man kann nicht lesen, nicht schreiben - und du weißt selbst, wie sehr wir darauf angewiesen sind, dies zu können. Wir müssen Formulare lesen und unterschreiben, wir wollen uns informieren. Wenn man all das nicht kann, braucht man Menschen, die einem dann helfen, wenn man schreiben muss. Das ist natürlich schwierig. Es gibt aber Kurse zum Beispiel an Volkshochschulen, wo man auch als Erwachsene das noch lernen kann.
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