Wenn Menschen
Juden gegenüber feindlich eingestellt sind, nennt man das "Antisemitismus". Das kann sich in Beschimpfungen äußern, in Lügen, Erniedrigungen und Ungerechtigkeiten. Es kann sich aber auch in körperlicher
Gewalt zeigen oder sogar in organisierter Massentötung, wie beim
Holocaust, dem
staatlich ausgeübten Massenmord an Juden im
Nationalsozialismus.
Der Begriff "Antisemitismus" für "Judenfeindschaft" kam in
Deutschland im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts auf. Er hat sich bis heute gehalten, obwohl "Antisemitismus" genau übersetzt eigentlich etwas anderes bedeutet. Die Semiten sind eine Volksgruppe, zu der alle
Völker gehören, die semitische Sprachen sprechen. Eine semitische Sprache ist zum Beispiel Hebräisch – das ist die Sprache der Juden -
, aber dazu gehören auch Aramäisch, Äthiopisch und Arabisch. Weil "anti" "gegen" heißt, müsste sich Antisemitismus also gegen die Semiten richten. Tatsächlich bezeichnet der Begriff "Antisemitismus" aber die Abneigung oder Feindschaft gegenüber Juden, nicht aber gegenüber Arabern. In unserem
Grundgesetz steht ausdrücklich, dass antisemitische Handlungen und Äußerungen verboten sind. Aber es gibt den Antisemitismus immer noch; besonders in Kreisen der
Neonazis werden judenfeindliche Parolen verbreitet oder an Wände geschmiert und jüdische Grabmale geschändet. Die Täter werden verfolgt und bestraft.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
Warum war Hitler gegen die Juden, warum mochte er sie nicht?
Antwort der Redaktion:
Er war Antisemit. Er meinte, dass die
Juden für alles Schlimme in der Welt verantwortlich wären. Er schob ihnen die Schuld für alles zu, was nicht gut lief in
Deutschland. Er war voller
Vorurteile und verbohrt. Mit irgendwelchen vernünftigen Überlegungen hatte das gar nichts zu tun, deswegen ist es auch schwierig, dies zu erklären.