Angenommen, Arbeiter und Angestellte in der Autoindustrie fordern mehr
Lohn oder wollen kürzere Arbeitszeiten und bessere Arbeitsbedingungen haben. Sie beauftragen die
Gewerkschaften, also diejenigen, die ihre Interessen vertreten, mit den Unternehmern und deren
Verbänden über die Lohnerhöhung zu verhandeln. Wenn die Arbeitgeber Nein sagen, wenn sie sagen, das ist uns zu viel, das können wir nicht bezahlen oder mehr Urlaub oder kürzere Arbeitszeiten können wir nicht
Mit der Urabstimmung wird festgestellt, ob ausreichend viele Gewerkschaftsmitglieder streiken wollen.
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verkraften, dann gibt es einen
Konflikt. Die Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften sowie der Arbeitgeber versuchen dann in Gesprächen, eine Lösung zu finden. Wenn es auch nach mehreren Verhandlungsrunden zu keiner Einigung kommt, beschließen die Arbeiterinnen und Arbeiter häufig, zu
streiken, das heißt für eine bestimmte Zeit nicht zu arbeiten.
Die Arbeitgeber können auf diesen Streik mit "
Aussperrung" reagieren. Sie schließen die Arbeitnehmer dann für eine bestimmte Zeit von der Beschäftigung aus und zahlen für die Zeit auch keinen Lohn.
Streik und Aussperrung sind Druckmittel in
Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften auf der einen Seite und Arbeitgeberverbänden auf der anderen Seite. Dabei müssen bestimmte Regeln beachtet werden -
zum Beispiel, wie lange verhandelt werden muss, bevor es zu einem Streik oder einer Aussperrung kommen darf.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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