Der Begriff kommt aus dem Lateinischen ("assimilare" heißt "ähnlich machen"). Eine Assimilation ist also eine "Angleichung" oder "Anpassung". Wenn zum Beispiel Einwanderer aus fremden Ländern nach
Deutschland kommen, kommen sie in Kontakt mit der hier lebenden
Bevölkerung. Dann beginnen allmählich das Einleben und die Eingewöhnung in die neue
Gesellschaft, die Menschen integrieren sich. Die Einwanderer lernen andere Gebräuche, Einstellungen und Lebensweisen kennen, die sie aus ihrer Heimat nicht kannten, und übernehmen sie teilweise. Auch das Erlernen der Sprache gehört dazu. Bei manchen Einwanderern kommt es nach und nach zu einer Assimilation: Das Einfinden in die neue Gesellschaft führt dazu, dass die Einwanderer die Eigenschaften verlieren, die sie aus ihrer früheren Heimat mitgebracht haben. Insbesondere jüngere Menschen fühlen sich dann nicht mehr der Heimat ihrer Eltern zugehörig. Dieser Prozess der Assimilation ist meist langsam und kann sich über viele
Generationen hinziehen.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid