Das Wort benutzt man häufig im Zusammenhang mit Waren, die man boykottiert. Was ist damit gemeint?
Nehmen wir an, eine Firma verkauft Kleidung, die von Kindern in einem armen Land hergestellt wurde. Die Kunden der Firma erfahren davon, sie beschließen, Kleidung von dieser Firma nicht zu kaufen, weil sie
Kinderarbeit verabscheuen. Die Kunden boykottieren die Firma. Die Gründe für einen Boykott können sehr unterschiedlich sein. Zwei Beispiele: es könnte zu einem Boykott kommen, wenn die Waren einer Firma zu teuer sind oder wenn die Firma ihre Mitarbeiter nicht gut behandelt.
Manchmal boykottieren
Staaten internationale Sportveranstaltungen, schicken also keine Sportler zu den Wettkämpfen. Sie wollen damit dann zum Ausdruck bringen, dass sie
politische Missstände verurteilen. So schickten
Deutschland und andere Staaten im Jahre 1980 keine Mannschaft zu den Olympischen Spielen in
Moskau. Sie boykottierten die Spiele, um so den Einmarsch von Truppen der damaligen
Sowjetunion in Afghanistan anzuprangern.
Der Begriff „Boykott“ geht zurück auf Charles Boycott , der im 19. Jahrhundert in
Irland lebte. Er war Gutsverwalter und behandelte seine Leute sehr schlecht. Deshalb wollte weder jemand für ihn arbeiten, noch von ihm etwas kaufen oder ihm etwas verkaufen. Als englische
Zeitungen über diesen Charles Boycott berichteten, bürgerte sich der Begriff ein.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid