Angenommen, der Sportunterricht fällt an eurer Schule für eine ganze Weile aus, weil kein Sportlehrer eingestellt wird. Das passt euch nicht, ihr protestiert, macht ein Spruchband, geht auf den Schulhof und sammelt Unterschriften. Dann habt ihr gegen den Ausfall dieses Unterrichts eine Schülerinitiative gegründet ("Initiative" kommt aus dem Lateinischen und
Französischen und heißt so viel wie "Entschlusskraft", "Unternehmungsgeist"). Was den Sportunterricht betrifft, sind hier alle einer Meinung. Bei anderen Themen können die Schüler und Schülerinnen aber auch ganz unterschiedlicher Meinung sein.
Ähnlich ist es bei einer Bürgerinitiative.
Bürger, die sonst vielleicht ganz verschiedenen
Parteien angehören oder in vielen Dingen unterschiedliche Interessen haben, schließen sich bei einer bestimmten Sache zusammen, um gemeinsam für oder gegen etwas zu kämpfen. Sie protestieren zum Beispiel gegen ein Atomkraftwerk, gegen eine Autobahn in der Nähe eines Wohngebietes oder sie fordern einen neuen Kindergarten oder einen Sportplatz. Je mehr Menschen bei einer solchen Initiative mitmachen, desto eher wird die Öffentlichkeit aufmerksam und die Chance erhöht sich, dass sich
Politiker für die Sache einsetzen. In
Deutschland sind seit dem Ende der 1960er Jahre mehrere Tausend solcher Bürgerinitiativen entstanden, die viel erreicht haben. Manche von ihnen haben sich nach einiger Zeit auch wieder aufgelöst.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
heißt dass es ist einfach nur ein aufstand
Antwort der Redaktion:
Hallo neik, nein, das ist nicht das selbe, auch wenn die beiden Begriffe etwas gemeinsam haben. Sowohl in der Bürgerinitiative als auch bei einem Aufstand setzen sich Menschen für eine
politische Sache ein, aber auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Im Fall der Bürgerinitiative finden sich Menschen zusammen und engagieren sich für ein bestimmtes Thema (es können aber auch mehrere Themen sein). Das machen sie vor allem, weil sie das Gefühl haben, dass dieses Thema von den Politikern nicht oder nicht genug beachtet wird.
Sie versuchen also das Interesse der
Medien, der Politik und der
Bevölkerung für dieses Thema zu wecken und dadurch politische Veränderungen anzustoßen.
Der Begriff Aufstand wird hingegen verwendet, wenn mehrere Menschen gewaltsam
Widerstand gegen den
Staat leisten, zum Beispiel um eine
Regierung zu stürzen.
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