Die Deutsche Bundesbank ist sozusagen die oberste deutsche
Bank. Sie regelt den Geld-
und Zahlungsverkehr und verwaltet die Reserven des
Staates (also zum Beispiel das Gold, das in staatlichen Safes aufbewahrt wird, oder anderes Vermögen, das im Besitz des Staates ist). Außerdem hat die Deutsche Bundesbank die Aufsicht darüber, dass alle Regeln und Vorschriften im deutschen Bankenwesen eingehalten werden. Die Gewinne der Bundesbank gehören dem Staat, aber der Staat muss auch für die Verluste einstehen. Wenn eine Bank oder
Sparkasse sich Geld ausleihen muss, leiht sie es von der Deutschen Bundesbank.
Bis 2002 war die Bundesbank auch für den Druck und die Ausgabe der deutschen
Banknoten zuständig. Dann wurden die Euro-
Geldscheine und Euro-
Münzen eingeführt. Eine neu gegründete Bank, die
Europäische Zentralbank (EZB), die wie auch die Bundesbank ihren Sitz in Frankfurt am Main hat, ist nun über die Bundesbank gestellt. Sie entscheidet, wie viele Banknoten innerhalb der EU-
Länder, in denen die Euro-
Währung eingeführt wurde, ausgegeben werden. Die EZB passt zusammen mit der Bundesbank und anderen
europäischen Banken auch darauf auf, dass die Gemeinschaftswährung Euro stabil bleibt, also die Inflationsrate möglichst niedrig ist.
Die Deutsche Bundesbank wurde übrigens 1957 als unabhängige deutsche Zentralbank gegründet.