Stellt euch vor, es gäbe nur drei oder vier Unternehmen, die Inlineskates verkaufen. Diese Unternehmen könnten sich zusammentun und beschließen, dass sie nur wenige Inlineskates produzieren, diese dann aber teuer verkaufen. Solch einen Zusammenschluss von unabhängigen Unternehmen, die das Ziel haben, den Markt zu kontrollieren, nennt man "Kartell". In solch einem Fall gäbe es für die Kartelle keine
Konkurrenz mehr, und ihr müsstet viel mehr für Inlineskates bezahlen, als sie wert sind, oder darauf verzichten. Damit so etwas nicht passiert, gibt es das
Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), das solche Kartelle verbietet.
Das sogenannte Bundeskartellamt, das seinen Sitz in Bonn hat, überprüft, ob dieses Verbot auch beachtet wird. Wenn ein Verdacht vorliegt, untersucht es, ob Verstöße gegen das Kartellgesetz bestehen. Es kontrolliert zum Beispiel, ob Firmen sich abgesprochen haben, wie teuer sie eine Ware machen. Dies ist nicht erlaubt. Das Bundeskartellamt schützt also den Wettbewerb. Deshalb müssen auch große Unternehmen, die zu einem noch größeren Unternehmen verschmelzen möchten, also eine so genannte Fusion anstreben, vorher das Bundeskartellamt um Erlaubnis fragen.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
was bringt uns das wenn die ein bußgeld kriegen und die immer noch hinter unseren rücken weiter machen
Antwort der Redaktion:
Hallo hans julian, die
Bußgelder, die das Bundeskartellamt verhängt, wenn es unrechtmäßige Kartelle, Fusionen oder Preisabsprachen aufdeckt, können recht hoch sein. Gegen einzelne Personen können sie bis zu einer Million Euro betragen. Gegen Unternehmen können Geldbußen in einer Höhe von bis zu zehn Prozent ihres Gesamtumsatzes festgesetzt werden. In den
Bußgeldleitlinien kannst du zum Thema Näheres erfahren. Zudem ist zu bedenken, dass Kartelle durch alle
Nachrichten gehen und das Image der beteiligten Firmen sehr leidet. Wenn
Verbraucher irgendeine Möglichkeit haben, auf Produkte anderer Firmen auszuweichen oder die beteiligten Firmen zu
boykottieren, werden sie das tun.