Nach dem
Zweiten Weltkrieg war das Leben für viele Kinder und Jugendliche sehr schwer. Viele hatten ihre Eltern verloren, wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Diesen Kindern und Jugendlichen wollte Pfarrer Arnold Dannenmann helfen. Er besorgte zunächst Unterkünfte für obdachlose und kranke Jugendliche und setzte sich dafür ein, dass die Jugendlichen wieder Halt im Leben fanden.
1947 gründete er das
Christliche Jugenddorfwerk
Deutschland (CJD). Die Losung des Vereins lautet bis heute: "Keiner darf verloren gehen". Es entstanden Jugenddörfer, in denen junge Leute leben und eine Ausbildung erhalten. 1951 gründete das CJD seine erste Schule. Leitbild für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen war von Beginn an das christliche Menschenbild.
Heute bietet das CJD jährlich 150.000 jungen und erwachsenen Menschen die Möglichkeit zur Orientierung und eine Chance für ihre Zukunft. Bundesweit gibt es mehr als 150 Einrichtungen mit 8000 Mitarbeitern. Es werden Jugendliche gefördert, die sozial, körperlich oder geistig benachteiligt sind, zudem gibt es Schulen für Hochbegabte. Das CJD gibt Integrationshilfen für Menschen mit Migrationshintergrund, es unterhält Kindertagesstätten und betreibt
Sportförderung. So waren zum Beispiel die Olympiasieger Georg Hackl (Rennrodeln), Hilde Gerg (Skiabfahrt) und Evi Sachenbacher (Skilanglauf) Schüler/-
innen der CJD Christophorusschule Berchtesgaden. "Jedem eine Chance" – nach diesem Leitsatz richtet sich Arbeit des CJD für Kinder und Jugendliche.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid