Das Wort stammt aus dem
Griechischen und bedeutet "Bevölkerungswissenschaft". Das ist die Lehre über den Zustand und die Entwicklung einer
Bevölkerung. Mit "Bevölkerung" bezeichnet man alle Einwohnerinnen und Einwohner eines bestimmten Gebietes, zum Beispiel einer Stadt, eines Landes oder eines Kontinents. Die Bevölkerungswissenschaft untersucht unter anderem, wie viele Menschen in
Deutschland (oder anderswo) leben, wie viele Junge und Alte darunter sind und wie sich die Bevölkerungszahl durch Geburten und Sterbefälle verändert. Es interessiert die Demografen, woher die Menschen kommen, die nach Deutschland ziehen, oder wohin diejenigen ziehen, die aus Deutschland auswandern. Die Politik muss auf bestimmte demografische Veränderungen reagieren. Zum Beispiel: Da die Menschen immer länger leben, es also immer mehr alte Menschen gibt, muss die
Rentenversicherung darauf reagieren. Die
Politiker müssen überlegen, was zu tun ist, damit alle
Bürger im Alter finanziell gesichert sind und genug Geld zum Leben haben. Da auch immer weniger Kinder geboren werden, muss die Politik Anreize geben, damit junge Menschen wieder Kinder haben wollen und so die
Geburtenrate steigt.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
Was könnte man denn tun, gegen diesen Demografischen Wandel in Deutschland?
Antwort der Redaktion:
Hallo Lara, das derzeitige Problem ist die Überalterung der
Gesellschaft wegen sinkender
Geburtenraten. In Zukunft wird es also immer mehr ältere und weniger jüngere Menschen in
Deutschland geben. Es gibt einige Maßnahmen, die die
Politik ergreifen kann, um diesen Trend abzuschwächen. So kann zum Beispiel versucht werden, die Geburtenrate zu steigern. Nun reicht es natürlich nicht aus, wenn der
Staat die Menschen dazu aufruft, mehr Kinder zu bekommen. Vielmehr muss überlegt werden, woran es liegt, dass die Geburtenrate zurückgeht, und an diesen Ursachen angesetzt werden.
Ein Grund dafür ist zum Beispiel, dass sich Familie und Beruf oft nur schwer unter einen Hut bringen lassen. Durch die Schaffung von mehr Kindergartenplätzen und neuen Betreuungsangeboten für Kinder kann hier im Rahmen der
Familienpolitik angesetzt werden. Aber auch mit arbeitspolitischen Maßnahmen könnte reagiert werden, zum Beispiel durch die Schaffung von mehr Teilzeitstellen. Neben einer Politik zur Steigerung der Geburtenrate wird auch immer wieder das Thema
Migration in diesem Zusammenhang diskutiert. Vor allem die
Wirtschaft fordert, dass sich die Migrationspolitik verändern muss, damit es leichter wird, qualifizierte junge Arbeitnehmer aus dem Ausland für Deutschland zu gewinnen. Das sind nur zwei von sicherlich viel mehr Möglichkeiten, die der Politik zur Verfügung stehen, um die demographischen Entwicklung zu beeinflussen. In
diesem Dossier der ZEIT findest du noch weitere.