Mit dieser aus dem
Französischen stammenden Bezeichnung ist der Abbau von Maschinen, Gebäuden oder auch ganzen Industrieanlagen gemeint. Der Gegensatz zu Demontage ist Montage. Das heißt, etwas wird auf-
oder zusammengebaut, „montiert“.
Mit einer speziellen, genau durchgeplanten Demontagetechnik müssen zum Beispiel Atomkraftwerke abgebaut werden, um Strahlungsunfälle zu vermeiden.
Historisch gesehen wird der Begriff „Demontage“ für den erzwungenen Abbau deutscher Industrieanlagen nach dem verlorenen
Zweiten Weltkrieg verwendet. Die Siegermächte hatten auf verschiedenen Konferenzen 1945 beschlossen, 1800 Betriebe zu demontieren. Betroffen waren insbesondere die deutsche Eisen-
und Stahlindustrie sowie Unternehmen der chemischen Industrie. Auch Betriebe des Maschinen-
und Fahrzeugbaus wurden demontiert und als eine Form der
Wiedergutmachung und Kriegsentschädigung („Reparationen“) und in anderen Ländern wieder aufgebaut. Ende 1950 wurde diese Form der Demontage in der
Bundesrepublik Deutschland beendet.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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